Wassermeditationen bei der Taufe

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Wir taufen mit Wasser.

(Und gieße Wasser ins Becken, von Recht weit oben).

Ohne Wasser gibt es kein Leben.

Ganz am Anfang schwammen wir im Wasser im Bauch unserer Mütter. (Oder: Schwamm NN im Bauch ihrer Mutter)

(Wasser)

Im Wasser können wir aber auch versinken. Und im Wasser soll alles untergehen, was uns vom Leben trennt. (Oder: was NN vom Leben trennt)

(Wasser)

Dann hebe ich die Hände nach oben über dem Wasser und bitte die Kinder, die da mit stehen, das auch zu tun und mir so zu helfen.

Dann bitte ich um Gottes Geist und Segen für das Wasser, für die Kirche, für Melina und uns alle. Amen.

Taufe.

 

Betrachtung an der Taufstätte

Das Wasser, mit dem wir taufen,

erinnert an die Wasserfluten,

von denen die Bibel erzählt:

An die Sintflut,

Gottes Gericht und die Bosheit der Welt,

und doch die Rettung

in der Arche, die Noah baute;

an das Schilfmeer,

das die Verfolger verschlang,

aber Israel in die Freiheit ziehen ließ;

an den Jordan,

in dem Johannes die Bußfertigen taufte,

auch Jesus Christus, unseren Herrn,

der ohne Sünde war

und sich doch zu den Sündern stellte.

So hat Gott geführt:

durch das Todeswasser

zu neu geschenktem Leben.

So führt Gott noch immer

durch die Taufe zu neuem Anfang

unter einem geöffneten Himmel.

 

Jetzt

gießen wir Wasser in den Taufstein –

zur Erinnerung an das Wasser, das uns bedroht,

und zur Erinnerung an das Wasser, das uns belebt:

1. Wasser – das ist der Ozean, stürmische See, unendliche Tiefe, in der wir uns verlieren.

2. Wasser – das sind die Tränen, die wir weinen vor Trauer und Sehnsucht. das sind die Tränen, die wir weinen vor Freude.

3. Wasser – das ist die Quelle, erfrischende, sprudelnde Quelle, die den großen Durst nach Leben stillt.

4. Wasser – das ist das Bad der Reinigung, aus dem wir wie neugeboren steigen. Das ist das Wasser des Lebens.

N.N:, wir wollen dich taufen mit dem Wasser des Lebens!

 

O Gott, in deiner großen Macht

Hast du, was aus den Wassern kam,

teils in die Flut zurückgesandt,

teils hoch erhoben in die Luft.

 

Die Fische tauchtest du ins Meer,

die Vögel warfst du hoch ins Blau,

und was dem gleichen Schoß entsprang,

in nun getrennt nach Art und Ort.

 

Gib, dass uns Kleinmut nicht erdrückt,

nicht Hochmut überheblich macht.

Zerbrich nicht das gebeugte Herz,

das stolze schütze vor dem Sturz.

 

 

Tzbuch 876