Was danach ? und 1. Kor 15

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A

In einem Schoß wurden Zwillinge empfangen.

Die Wochen vergingen, und die beiden wuchsen heran.

Sie veständigten sie auf eigene Weise miteinander.

Sie fanden eine Schnur, die sie mit ihrem Ursprung verband und wunderten sich:

„Was ist das, was am anderen Ende der Schnur das Leben mit uns teilt und uns nährt !“

B

Du hast mich gebildet im Mutterleib.

Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin.

Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war.

…Stille

A

So wuchsen sie. Sie merkten aber bald, es würde nicht unendlich so weitergehen.

Denn der Raum war begrenzt, den sie bewohnten.

„Was soll nun werden ?“ fragten sie sich. „Das heißt doch, unser Hiersein wird ein Ende haben.“

B

Es könnte aber jemand fragen:

Wie werden die Toten auferstehen, und mit was für einem Leib werden sie kommen?       Nichts wird lebendig, wenn es nicht stirbt.

… Stille

A

> „Ich will aber nicht gehen. Es ist schön hier.“ sagte eins.

< Ich glaube, wir haben keine Wahl – ,“ sagte das andere,

„aber vielleicht gibt es noch ein Leben nach der Geburt.“

> „Wie soll das gehen ? Wir werden unsere Schnur verlieren.

Und wie sollen wir ohne sie leben ?

Andere haben offenbar auch diesen Raum hier verlassen, und nie ist jemand zurückge-

kommen und hat uns gesagt, dass es ein Leben nach der Geburt gibt.“

 

B

42 So ist die Auferstehung der Toten.

Es wird arm gesät und kraftvoll auferstehen.

… Stille

A

> So fiel das eine in einen Kummer: „Was soll denn so ein Leben im Schoß, wenn es mit der

Geburt endet? Vielleicht ist auch am anderen Ende der Schnur gar niemand.“

< „Aber wie sind wir hierher gekommen? Und wer hält uns am Leben ?“ meinte das

andere.

> „Hast du jemanden gesehen ? Vielleicht bilden wir uns nur ein, dass da jemand ist !“
So waren die letzten Tage im Schoß bestimmt durch Fragen und auch Angst.

 

Schließlich kam der Moment der Geburt.

 

B

51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; 52 und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune.

Denn es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen.

… Stille

A

Und als sie beide ihre Welt verlassen hatten, öffneten sie ihre Augen.

Sie schrieen.

Was sie sahen, übertraf all ihre Träume.