Sprechcollage zu Pfingsten

Download

 

Die Lesenden (A+B) stehen an verschiedenen Orten der Kirche.

Sie haben je ein Mikro oder sprechen ohne – jedenfalls verwenden sie nicht nur ein Mikro, sondern können ohne Übergabe anfangen.

(Sprechen mit Mikro ist meist verständlicher, aber die Richtung, aus der gesprochen wird ist dadurch undeutlich, weil der Schall von überall kommt. Ohne Mikro sind die LeserInnen im Raum mit ihren unterschiedlichen Richtungen besser auszumachen, aber u. U. schwerer verständlich.)

 

Für die Chaos-Passagen sprechen (mind. 5) andere LeserInnen mit. Auch die sind im Raum verteilt. Gern ohne Mikro, dann aber laut und sich steigernd.

 

Den Kanon aus dem bekannten Choral ‚allein Gott in der Höh’ sein Ehr’’ (eg 180.4) singen alle in der Kirche. Er wird flott und im Walzer-Rhythmus gesungen, nicht so getragen wie sonst.

Den ersten Kanon in der Collage a cappella, die gegen Ende mit Orgel/Instrumenten singen.

Vor Beginn des Gottesdienstes wird er von vorn kurz mitsamt Stimmenverteilung angesungen, damit man ihn während der Lesung nur anstimmen muss – und alle wissen wie es geht. Vorbereitete sitzen oder stehen bei der Gemeinde und führen die Stimmen.

(Das ‚soli deo gloria’ kann man gut weglassen oder von einem Chor singen lassen, dann ist das Singen zweistimmig und einfach.)

 

Die Orgel oder andere Instrumente können Teile der Lesung improvisierend unterlegen (Brausen, Stimmengewirr usw). Auf keinen Fall alles unterlegen, das wird schnell anstrengend und langweilig.

Lesungen und kurze Orgel/Instrumenten-Impros können einander auch ablösen.

 

 

 

LeserIn

A  B

A

Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache.

2 Als sie nun nach Osten zogen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst.

3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! – und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel (4) und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder.

5 Da fuhr Gott hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.

B

Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen

(Orgel?)

A

6 Und Gott sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.

7 Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!

B

Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen – wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt.

(Orgel?)

 

 

 

A

8 So zerstreute sie Gott von dort in alle Länder, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen.

9 Daher heißt ihr Name Babel, weil Gott daselbst verwirrt hat aller Länder Sprache und sie von dort zerstreut hat in alle Länder.

B

– nämlich Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien.

 

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.

2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.

3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen,

A

mit einer Spitze bis zum Himmel.

B

4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

 

Alle:                 Allein Gott in der Höh’ sei Ehr und Dank für seine Gnade

  • als Kanon eg 180.4 (es reichen die ersten beiden Teile des Kanons)

 

B

5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.

6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.

 

A +B+ andere sprechen gleichzeitig durcheinander, nacheinander einsetzend, deutsch, englisch und auch in weiteren Sprachen:

  • Jetzt geschieht, was durch den Propheten Joël gesagt worden ist.
  • Es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben.
  • Ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen
  • Jesus von Nazareth
  • Den hat Gott auferweckt und hat aufgelöst die Schmerzen des Todes
  • Darum ist mein Herz fröhlich, und meine Zunge frohlockt; auch mein Leib wird ruhen in Hoffnung.
  • Denn du wirst mich nicht dem Tod überlassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe.

(Acta 2,14 ff)

B

7 Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?

8 Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören –

A

seht nur, ein Volk sind sie, und eine Sprache haben sie alle:

 

A +B+ andere sprechen gleichzeitig durcheinander, nacheinander einsetzend: 9 Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien und Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asien,

10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Einwanderer aus Rom,

11 Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie in unsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden.

 

A

Alle Menschen hatten eine gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte.

 

Alle:                 Allein Gott in der Höh’ sei Ehr und Dank für seine Gnade

  • als Kanon eg 180.4 (es reichen die ersten beiden Teile des Kanons)

B

12 Alle gerieten außer sich und waren ratlos.

Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten?

13 Andere aber spotteten: Sie sind vom süßen Wein betrunken.

 

Alle:     Allein Gott in der Höh’ sei Ehr und Dank für seine Gnade

  • als Kanon eg 180.4 (es reichen die ersten beiden Teile des Kanons):