Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

Ordnung für eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare (Anglikanische Diözese von New Westminster, Kanada)

Segnungen sind ein selbstverständlicher Teil christlichen Gottesdienstes. Die Kirche hat seit Jahrhunderten Menschen, Orte und Dinge gesegnet.

Jedes Segensgebet ist eine Danksagung für die Schöpfung und Erlösung dargebracht, um Gott um Erfüllung seines Willens für die Welt zu bitten.

Jede Form menschlicher Beziehung enthält die Möglichkeit, diesem Willen Gottes zu entsprechen. Unabhängig von den spezifischen Formen der Beziehung, wirkt der Segen keine besondere Heiligkeit im Blick auf die Beziehung. Vielmehr befreit er, indem Gott gedankt und sein Name über den Menschen angerufen wird, die Beziehung zur Fülle ihrer Möglichkeiten als Ausdruck der Liebe und des Friedens Gottes.

Die Segnung erkennt die bereits existierende Wirklichkeit der Beziehung an, bekräftigt die Autorität der Gemeinde gegenüber den Empfangenden, als anerkannte Partner einer solche Beziehung erlebbar zu führen; schafft ein gemeinschaftliches Gefühl von Verantwortung, Verlässlichkeit und Recht; und bittet Gott, die Partner mit aller nötigen Gnade und Kraft zu beschenken, ihre Versprechen und Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Segnung ist ein öffentlicher Gottesdienst der Kirche und wird vor Gott im Raum (body, eher Leib) der Kirche und zusammen mit Freunden, Familie und Gemeinde gefeiert.

Freunde und Familienmitglieder werden ermutigt, aktiv am Gottesdienst teilzunehmen, wo das vorgeschlagen ist.

Damit der Segnung auch kirchlich zugestimmt werden kann, muss jeder Partner

a) frei sein, einen solchen Bund zu schließen. D.h. keiner von beiden darf in einer bestehenden offiziellen Partnerschaft leben, die Ehe eingeschlossen

b) mit dem Bewusstsein in die Partnerschaft eintreten, dass es eine exklusive Partnerschaft ist, die auf Dauer angelegt ist.

c) alle Erfordernisse und Forderungen aus vorherigen Beziehungen erfüllen. Das beinhaltet angemessene Unterstützung Abhängiger aus früheren Beziehungen und die Übernahme oder Auflösung von Verpflichtungen, die daraus erwachsen.

 

(Übertragung des englischen Textes: Alexander Röder)