Psalm 24 am 1. Advent

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Traditionell wird am 1. Advent oft der Psalm 24 gesungen oder/und gebetet.

Diesen Psalm kann man im Raum inszenieren.

Es geht ja um unseren Einzug in die Adventszeit wie auch um den Einzug Jesu in unser bereitetes Leben.

Dies wird in ritueller Weise am 1. Advent angedeutet, indem man die Fragen und Antworten des Psalms verwendet.

Der Ruf ‚Macht hoch die Tür’ kann in gewohnter Weise im Lied (EG 1) gesungen werden.

Man kann den Psalm 24 im Wechsel beten. So ist es vertraut.

 

  • Es ist aber auch möglich den Psalm 24 dialogisch zu sprechen, aber neu aufgeteilt, und zwar in dem Sinn, wie er geschrieben ist (s.u.): In Frage und Antwort.
  • Und man kann die gesprochenen Worte noch mit Liedstrophen (als Antiphon) versetzen. So kann ein dynamisches Gebet entstehen, das trotz aller martialischen Anklänge einen guten Auftakt für den Advent bildet. (Wenn ich mir und anderen den ‚Kampf’ übersetze und gegen die Mächte des Hasses und des Todes gelten lasse, macht es sogar Sinn.)
  • Wenn sich das ganze im gesamten Kirchraum abspielt, wird die Raum-Dimension deutlicher, also auch der Gedanke des Einlasses (s.u.). Die Gemeinde wird in der Kirche real in einen Spannungsraum aus Frage und Antwort hineingenommen.
  • Am klarsten wird alles, wenn man gar nicht in die Kirche gehen kann am 1. Advent, sondern im Vorhof – wie immer der aussieht – wartet und mit dieser Liturgie gemeinsam einzieht.
  • Wenn Sie es so oder so ähnlich machen, müssen Sie dabei laut werden in der Kirche. Diese Einlaß-Liturgie wirkt nicht, wenn man sie säuselt. Und man muß es einmal in der Kirche üben. Es reicht, wenn Sie das mit den Freiwilligen eine Dreiviertelstunde vor dem Gottesdienst separat tun. Statt Gruppen können auch einzelne sprechen. Gruppen wirken aber eindrücklicher.

 

Hier also ein Vorschlag für die Inszenierung:

 

Stimme 1 laut (eventuell gar nicht sichtbar, z.B. von der Empore, wie ein Ausrufer):

Die Erde ist Gottes und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.

Denn er hat ihn über den Meeren gegründet und über den Wassern bereitet.

Stimme 2:         Wer darf auf Gottes Berg gehen, und wer darf stehen an seinem heiligen Ort?

Stimme 3:         Wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, wer nicht betrügt und keinen Meineid schwört, der wird den Segen empfangen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.

 

 

— Pause von 3 sec —, in die Stille hinein gerufen:

Gruppe 1 von vorn:       Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der

Ehre einziehe!

Gruppe 2 von hinten:      Wer ist der König der Ehren ?

Gruppe 1 von vorn:        Es ist unser Gott, stark und mächtig, mächtig im Kampf.

 

Alle: Choral EG 1, Strophe 1

 

Gruppe 2 von hinten:      Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der

Ehre einziehe!

Gruppe 1 von vorn:        Wer ist der König der Ehren ?

Gruppe 2 von hinten:      Es ist der Herr (Zebaoth) des ganzen Kosmos; er ist der König der Ehre.

 

Alle: Choral EG 1, Strophe 2 (inhaltlich ein kleiner Kontrapunkt zum großen Ton des Psalms)

 

Alle sprechen:                Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

 

Alle: Choral EG 1, Strophe 5

 

Damit kann der Gottesdienst unter Umständen direkt nach dem Eingangsvotum beginnen.

Anschließend Kyrie (am besten nach S. 91 Gottesdienstbuch – das ist eine einfache und leicht entfaltete Form, die KantorIn, PastorIn und Gemeinde dialogisch singen können). Dann als Gloria Kehrvers von EG 54, 2 mal und laut.