Psalm 121 als Rahmen für den Jahresschlußgottesdienst

Download

 

Diese Idee verwendet den für den Sylvestergottesdienst traditionellen Ps 121 für die Eingangs- und Schlußliturgie. Der Gottesdienst beginnt aus der Stille heraus – also ohne Orgelvorspiel – mit den Psalmworten, die von hinten gesprochen werden. Die Gemeinde antwortet mit Versen aus EG 58 – Lied- und Psalmaussagen legen sich gegenseitig aus. Während des Singens geht es weiter Richtung Altar, wo die letzten Verse erklingen. Wie die Stationen genau aussehen, hängt natürlich vom Raum ab.

Der vorliegende Entwurf geht von 2 Sprechern/innen aus, ist aber auch mit nur einer Stimme denkbar. Hat man eine Kirche mit Vorraum und der Möglichkeit, viele Menschen von Station zu Station zu führen, ist auch ein gemeinsamer Einzug mit der Gemeinde auf diese Weise vorstellbar.

 

Führt der Psalm zu Beginn in den Gottesdienst hinein, so liegt am Schluß die Zielrichtung auf den Segensworten des Psalms, die so zum Schlußsegen des Gottesdienstes werden. Die Gemeinde bekräftigt den Segen mit EG 64,6.

 

Eröffnung des GottesdienstesPsalm 121 / EG 58

hinten im Mittelgang gesprochen:

Stimme 1     Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.

Woher kommt mir Hilfe?

Stimme 2     Meine Hilfe kommt vom Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat.

                 

            Gemeinde:

1. Nun laßt uns gehn und treten mit Singen und mit Beten
zum Herrn, der unserm Leben bis hierher Kraft gegeben.

2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern;
wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen

3. durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken.

 

in der Mitte des Mittelgangs gesprochen:

Stimme 2     Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,

und der dich behütet, schläft nicht.

Stimme 1     Siehe, der Hüter Israels

schläft und schlummert nicht.

 

            Gemeinde:

4. Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern
die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden,

5. also auch und nicht minder läßt Gott ihm seine Kinder,
wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen.

6. Ach Hüter unsres Lebens, fürwahr, es ist vergebens
mit unserm Tun und Machen, wo nicht dein‘ Augen wachen.

 

vorn rechts und links von der Gemeinde zu ihr hin gesprochen:

Stimme 1     Der Herr behütet dich;

der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

daß dich des Tages die Sonne nicht steche

noch der Mond des Nachts.

Stimme 2     Der Herr behüte dich vor allem Übel,

er behüte deine Seele.

Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang

von nun an bis in Ewigkeit.

Gemeinde:

7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue,
Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden.

10. Schließ zu die Jammerpforten und laß an allen Orten
auf so viel Blutvergießen die Freudenströme fließen.

11. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen,
laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen.

Schluß des Gottesdienstes Ps 121 / EG 64,6

(Gehet hin im Frieden des Herrn… oder eine andere Sendungsformel)

 

Stimme 1     Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.

Woher kommt mir Hilfe?

Stimme 2     Meine Hilfe kommt vom Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat.

Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,

und der dich behütet, schläft nicht.

Stimme 1     Siehe, der Hüter Israels

schläft und schlummert nicht.

Der Herr behütet dich;

der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

daß dich des Tages die Sonne nicht steche

noch der Mond des Nachts.

 

Stimme 2 mit Segensgeste:

Der Herr behüte dich vor allem Übel,

er behüte deine Seele.

Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang

von nun an bis in Ewigkeit. (+) Amen

 

Gemeinde:

Der du allein der Ewge heißt

und Anfang, Ziel und Mitte weißt

im Fluge unsrer Zeiten:

bleib du uns gnädig zugewandt

und führe uns an deiner Hand,

damit wir sicher schreiten.

 

Auszug