Ps 23 und die Zonen der Angst

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bewusst und mit Pausen zu lesen von 2 SprecherInnen (A,B) (evtl. im Raum verteilt)

 

A         B        

Gott ist mein Hirte

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf grünen Auen

und führt mich zum frischen Wasser.

Er erquickt meine Seele.

Er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal –

ich fürchte kein Unglück.

 

Und wenn ich mich in der Höhe auch fürchte vor dem Fallen,

weiß ich dein Fangnetz unter mir.

Pause

Und wenn ich mich verkriechen würde wie ein Nesthocker,

befreit mich dein Flügel zum eigenen Flügelschlag.

Pause

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal –

ich fürchte kein Unglück.

Und wäre ich eingeschlossen in Bleikammern –

dein Schlüssel steckte von innen.

Pause

Und wenn ich zerrissen wäre und zerrüttet –

du wärst mein Lumpensammler.

Pause

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal –

ich fürchte kein Unglück.

 

Und wäre meine Trinkflasche voller Gift –

dein überfließender Becher würde es verdünnen, bis es unschädlich ist.

Pause

Und wenn mich alle auslachten –

dein Lachen ist heiter und lauter.

Pause

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal –

ich fürchte kein Unglück.

 

Und wenn mir kein Wort mehr über die Lippen käme –

du führest mir nicht über den Mund.

Pause

Und wenn mich dahin verlaufen würde, wo ich nie war –

dein Gipfelkreuz zeigt mir: Du warst schon hier.

Pause

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbst mein Haupt mit Öl

und schenkst mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben im Hause Gottes alletage.

 

(Idee ‚Felder der Angst’: G.M. Martin, Predigt und Liturgie ästhetisch, Kohlhammer)