Präfationen

Download

 

 

In Wahrheit ist es würdig und recht

unser Dienst und unsere Freude

+ dir, ewiger Gott, Dank zu sagen:

 

Durch dein lebendiges Wort hast du alles beatmet

+ und hast uns gemacht, damit wir dich spiegeln.

 

Und als wir umherirrten in fiebrigen Bildern,

+  bist du geblieben und hast uns gehalten.

 

Als die Zeit erfüllt war, bist du erschienen in unsrer Gestalt

+  so erschienen, dass die Toten aufhorchten.

 

Allen Erlösten gibst du teil an deinem österlichen Klang,

+ damit unsere Stimmen bezeugen das Wunder

 

Darum vereinen wir uns mit den Engeln und Vollendeten

+  und rufen laut und erkennen

 

sanctus

 


 

JA, Gott,

es ist recht dir zu danken.

Mit dir hat alles angefangen.

Erde und Luft,

Komet und schwarzes Loch,

Maus, Saurier und Mensch.

Als die Zeit erfüllt war,

tratest Du unter uns in Jesus Christus.

Als die Zeit erfüllt war,

tratest Du ein in unser Leben.

So hast du deine Geschichte

mit unserer verwoben.

Dein Glanz auf unseren Gesichtern.

Du bist da.

Wir sind da.

Dein Leib aus beidem.

Deine Heiligen singen, ebenso die Engel,

und wir stimmen ein:

 

sanctus

 

 

Es ist recht Dir zu danken, Gott,

für die Ähre auf dem goldenen Halm,

für die Affen in den Bäumen,

für den Hausmeister, der noch weiß,

wie wild er als Kind war.

Für dich, Gott, danken wir,

für dein großzügiges Wesen.

Für die Schmerzen Jesu, die auch deine sind.

Und den weggerollten Stein.

Du kommst uns entgegen am dritten Tag,

und mit allen Engeln singen wir dir:

 

Sanctus

 

 

Gott, zu Recht vielen Dank für die Wolken.

Vielen Dank für das Wohltemperierte Klavier.

Für mein sonderbares Gehirn,

für die Luft, und natürlich auch für den Wein.

Hab Dank dafür, daß uns das Feuerzeug nicht ausgeht,

und die Begierde,

und das Bedauern, das inständige Bedauern.

Vielen Dank für die vier Jahreszeiten,

für den Schlaf ganz besonders,

und, damit ich es nicht vergesse,

für den Anfang und das Ende

im Namen Jesu, der das alles kennt.

Durch ihn können wir neu singen mit allen Engeln:

 

Sanctus

 

 

Ja Gott, es ich richtig:

wenn morgen die Welt unterginge,

dann sage ich doch danke.

Ich habe geliebt.

Mein Herz habe ich verschenkt,

obwohl ich Angst hatte.

Ich habe geküsst, auch wenn

zu arbeiten ergiebiger gewesen wäre.

Ich habe Münzen in Mützen geworfen

und morgens im Bus gesungen.

Das kommt von Dir, Gott, der

du uns leitest durch Christus im Geist.

Deswegen singen wir Dir:

 

Sanctus

 

 

Ja Gott, es ich richtig:

wenn morgen die Welt unterginge,

dann sage ich doch danke.

Ich habe gelebt

und die Lebensmittel nicht

zu meiner Lebensmitte gemacht

und mein Bankkonto nicht meine Freiheit

bestimmen lassen.

Und selbst wenn morgen mein Leben endete:

danke,

ich habe geglaubt,

dass Gottes Reich mitten zwischen uns ist,

und der Eintritt ist frei.

Deshalb singen wir mit allem, was lebt:

 

Sanctus

(aus ‚Brot und Liebe. Wie Mann Gott nach Hause holt)

 

 

Ja, es ist gut Dir zu danken, Gott.

Du hast alles geschaffen, was ist: Erde, Sterne, Korn und Trauben.

In allem lebst Du und sprichst zu uns.

Am menschlichsten in Jesus Christus.

Als die Zeit erfüllt war, bist Du aus Maria geboren,

als die Zeit erfüllt war, hast Du mit den Deinen das Mahl der Hingabe gefeiert,

als die Zeit erfüllt war, bist Du in unser Leben getreten –

nun sind wir hier – Du mitten unter uns.

Wenn Du uns ansiehst, werden wir schön.

Wir danken Dir für Gewissheit und Sehnsucht/Fragen, die Wort und Mahl in uns hinterlassen.

Nun singen wir Dir in den Worten unserer Väter und Mütter im Glauben:

 

Sanctus

 

 

Ja, wir danken Dir, Gott.

Du hast den Himmel und die Erde geschaffen.

Du bist uns erschienen in Jesus Christus.

Du bist der neue Himmel und die neue Erde.

Du wohnst in uns und erfüllst das All.

Das ist uns wunderbar und unbegreiflich.

Darum danken wir und preisen Dich mit

Pflanzen, Tieren, Menschen und Engeln:

 

SANCTUS

 

 

Gut ist es und heilsam, Dich, Gott, zu loben und dir zu danken.

Durch dein lebendiges Wort hast du alles geschaffen

und für gut befunden.

Du hast uns Menschen, Männer wie Frauen, nach deinem Bild geschaffen, daß wir an deinem Leben teilhaben und

deinen Glanz widerspiegeln.

 

Als die Zeit erfüllt war, hast du uns aufgesucht in Jesus von Nazareth, dem Sohn Marias.

Sein Leben, seine Passion und seine Auferstehung

sind uns Weg, Wahrheit und Leben.

 

Mit deinem Lebensatem und deiner Geistesgegenwart

erfüllst du alle Welt

und gibst der Liebe Raum – auch über den Tod hinaus.

Du läßt uns singen und dich loben:

 

sanctus

 

 

In Wahrheit ist es würdig und recht,

dir, allmächtiger Gott, barmherziger Vater,

immer und überall zu danken.

Dir, Gott, der du sprichst in vielerlei Sprachen,

der du zu uns sprichst durch alles, was du gemacht hast:

Durch Wasser, Feuer, Wind, Erde und Tiere;

und du sprichst in alten Worten zu uns –

und dann wieder erschreckend neu.

 

Am schönsten und menschlichsten und hoffnungsvollsten

hast du durch Jesus Christus zu uns gesprochen –

in ganz neuen Zungen: So gesprochen hast du durch ihn,

daß die Toten aufhorchten und aufstanden. —

 

— Um dieser neuen Sprache willen,

die wir auch lernen möchten,

preisen wir dich mit den Engeln

und Heiligen und den Propheten: SANCTUS