Ordnung des Beichtgottesdienstes

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Ordinationsrüstzeit

 

L: Der Friede Gottes sei mit euch.

G: Und mit dir.

L: ERÖFFNUNG

Christus sagt: Du sollst deinen Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

Lied: Jesu meine Freude, EG 396, 1-3 (oder Lied: Vertreibe durch dein mächt’ges Wort)

Psalmgebet: Psalm 139, EG 754, gesprochen oder gesungen im Wechsel

L: Aufforderung zur Besinnung

Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Menschen gehören zusammen. Keins geht ohne das andere. Auch Gottes Schöpfung gehört dazu. Darum laßt uns bedenken und fühlen, wo wir aus Angst, Gier oder Trägheit des Herzens die Verbindung zu Gott verloren haben und damit auch die Beziehung zu anderen, zu der Welt und zu uns selbst. Laßt uns schauen in die 4 Richtungen, die wir kennen:

  • Die Beziehung zu anderen Menschen:
    – prüfen, wo ich verletzend war.
    – prüfen, wann ich anderen ausgewichen bin, wo ein ehrliches Wort geholfen hätte.

– prüfen, welche Not mir vererbt ist, die ich nicht verursacht habe, aber tragen muß.

STILLE (ca. 2 min)

  • Die Beziehung zu Natur und Welt:
    – prüfen, wo ich die Welt benutze oder gar mißbrauche .
    – prüfen, ob ich glaube, daß Gott sie noch in Händen hält.

– prüfen, welche Not mir vererbt ist, die hier nicht verursacht habe, aber tragen muß.

STILLE (ca. 2 min)

  • Die Beziehung zu sich selbst:
    – prüfen, wo du dich und einen Körper gekränkt hast .
    – prüfen, ob du ausreichend merken, wo Gott und Menschen mit dir einverstanden ist.

– prüfen, welche Not mir vererbt ist, die ich nicht verursacht habe, aber tragen muß.

STILLE (ca. 2 min)

  • Die Beziehung zu Gott:
    – prüfen, ob ich unverdrossen bete und auf das Wort höre, das mir vom Himmel her zukommt.
    – prüfen, ob ich glaube, dass Gott (in seiner liebenden und in seiner Leidensgestalt) in mir wächst und reift – auch ohne mein Zutun.

STILLE (ca. 2 min)

L: Gebet

Gott, der du uns Vater und Mutter bist, du gewährst den Frieden der Seele und den Frieden der Welt.

Wenn du uns anblickst, erkennen wir dein Gesetz,

wenn du uns anblickst, werden wir frei vom Gesetz des Todes.

Wenn du uns anblickst, werden wir schön.

Deine Güte gebiert unsere Güte,

Deine Gnade ruft unsere Gerechtigkeit ins Leben.

Darum bekennen wir Dir unsere Angst, unsere Verfehlung und unser mangelndes Vertrauen auf Deine Liebe und rufen wir zu Dir:

Alle: Gott, sei mir Sünder/Sünderin gnädig.

L: ABSOLUTION

Ich frage einen jeden und eine jede von euch: Wünschst du Vergebung aller Schuld, damit du Gott und den Menschen neu begegnen und frei in den Dienst eintreten kannst ? Und glaubst du, dass die Vergebung, die ich zuspreche, Gottes Vergebung ist – so antworte mit JA.

Alle: Ja

L: Was Gott in der Taufe gegeben hat – Vergebung der Sünden, Befreiung von der Macht des Bösen und neues Leben – das wird euch heute neu geschenkt. Jesus Christus spricht: Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nehmt hin den Heiligen Geist. Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Nun kommt und lasst euch die Hände auflegen und Vergebung und Segen zusprechen.

Die Ordinanden treten zum Altar.

L: spricht unter Handauflegung Vergebung und Segen einzeln zu:

Dir sind deine Sünden vergeben im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Der Gott des Friedens heilige dich durch und durch und bewahre deinen Geist samt Seele und Leib unversehrt für die Ankunft Jesu Christi. Treu ist, der euch ruft, er wird’s auch tun.

L: an alle

Gehet hin im Frieden.

Lied: EG     In dir ist Freude, mehrst.

Abendmahl

Lied

Sendung