Lesung der Pfingstgeschichte Apostelgeschichte 2, 1-13

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mit Einschüben nach Jörg Zink)

 

 

 

Sprecher/in vor dem Altar, der Gemeinde zugewandt:

 

Vor 2000 Jahren hat Jesus gelebt, in einem Land weit weg von uns.

Er hat eine Sprache gesprochen, die wir nicht verstehen würden.

 

Trotzdem kann er uns nahe sein.

Trotzdem können wir ihn verstehen.

 

Christinnen und Christen gibt es überall auf der Welt.

Den meisten von ihnen werden wir nie begegnen.

Die meisten von ihnen sprechen eine Sprache, die wir nicht verstehen.

Trotzdem sind wir mit ihnen allen verbunden.

 

Am heutigen Pfingstsonntag hören wir die Geschichte

über den Ursprung dieser christlichen Gemeinschaft.

Sie steht im 2. Kapitel der Apostelgeschichte.

 

 

Sprecher/in am Lesepult:

 

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.

Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind

und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.

 

Sprecher/in, stehend in der Gemeinde, dem Altar zugewandt:

 

Der du Sturm genannt und Wind,

komm, dass wir dir gleichgesinnt

und des Sturmes Kinder sind.

 

Sprecher/in am Lesepult:

 

Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer;

und er setzte sich auf einen jeden von ihnen.

 

Sprecher/in, stehend in der Gemeinde, dem Altar zugewandt:

 

Der du Brand und Feuer heißt,

wir sind kalte Asche meist.

Sei die Glut in unserm Geist.

 

Sprecher/in am Lesepult:

 

Und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

 

Sprecher/in, stehend in der Gemeinde, dem Altar zugewandt:

 

Geist aus Gott, wir bitten dich:

Wecke uns das Ohr und sprich.

Komm und wirke öffentlich.

 

Sprecher/in am Lesepult:

 

Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.

Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt;

denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.

Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen:

„Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa?

Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache?

Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien und Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asien,

Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Einwanderer aus Rom,

Juden und Judengenossen, Kreter und Araber:

wir hören sie in unsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden.“

Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern:

„Was will das werden?“

Andere aber hatten ihren Spott und sprachen:

„Sie sind voll von süßem Wein.“

 

Sprecher/in, stehend in der Gemeinde, dem Altar zugewandt:

 

Geist, der unsre Welt erhält,

wie oft ist der Blick verstellt,

trag’ deine Botschaft in die Welt.