Jes 43 und Namensverlust

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Ich werde schläfrig während der Autofahrt und fahre unter die Bäume neben der Strasse. Rolle mich auf dem Rücksitz zusammen und schlafe. Wie lange?

Stunden. Das Dunkel ist schon eingefallen.

 

Und nun spricht der Gott, der Herr, der dich geschaffen hat:

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst.

 

Plötzlich bin ich wach und erkenne mich nicht wieder.

Hellwach, aber das hilft nicht. Wo bin ich? WER bin Ich?

Ich bin etwas, das auf einem Rücksitz erwacht,

in Panik umhertobt wie eine Katze in einem Sack.

Wer?

 

– Pause, 5 sec –

 

leise:

Ich habe dich bei

deinem Namen gerufen; du bist mein.

 

Endlich kehrt mein Leben wieder. Mein Name kommt wie ein Engel. Ausserhalb der Mauern ertönt ein Trompetensignal,

und die rettenden Schritte kommen rasch rasch die viel zu lange Treppe

herunter. Das bin ich! Das bin ich!

 

du bist mein.

– Pause 3 sec –

 

Aber unmöglich, die fünfzehn Sekunden Kampf in der Hölle des Vergessens zu vergessen, ein paar Meter von der Landstrasse entfernt, wo der Verkehr mit angeschalteten Lichtern vorbeigleitet.

 

– Pause 3 sec –

 

die Flamme wird dich nicht anzünden.

 

 

Tomas Tranströmer: Der Name