Handmeditation

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Ich möchte euch und Sie einladen, eure/ihre eigenen Hände zu betrachten …

und sie zu einer Schale zu formen.

 

Ich stelle mir vor, dass ich Sand darin habe. Warmen, weichen Strand-Sand.
Er rieselt durch meine Finger hindurch. Es fühlt sich angenehm an. …

Ist aller Sand hinausgerieselt, spüre ich, wie Wasser über meine Hände fließt.
Es ist kühl und erfrischt meine Hände. …

 

Nun fällt mir eine Kugel in die Hand – ich fange sie auf und passe auf, dass sie mir nicht wieder aus der Hand springt.
Es ist eine goldene Kugel. Ich sehe, wie sie in der Sonne glänzt.
Vorsichtig lasse ich sie in der Hand hin und her rollen. Sie soll nicht über den Rand hinausfallen.
Aber ich lasse sie nun doch hinausrollen, um Platz für etwas noch viel Wertvolleres zu machen.

Für etwas, das mir persönlich wichtig und wertvoll ist. Das Wichtigste und Wertvollste, was ich mir vorstellen kann, lege ich hinein in meine Hände.

Und ich lasse mir Zeit, um es mir genau vorzustellen. Vielleicht ist es in Wirklichkeit größer als meine Hand, doch heute passt es in die Hände hinein.

Und ich lasse mein Wertvollstes nun in meiner Hand hin- und herwandern, lasse ihm Raum, um sich auszubreiten, um sich zu entfalten. Ich achte gut darauf, dass es nicht über den Rand fällt.

Und wenn Gefahr droht, dann halte ich meine Hand schützend wie ein Dach darüber. Nichts soll es bedrohen oder ihm Schaden zufügen. Ich bin dabei ganz vorsichtig, damit ich es nicht zerdrücke, sondern es genug Raum hat. …

Sobald die Gefahr vorüber ist, lasse ich meinem Wertvollsten wieder seinen Freiraum.

So stelle ich mir Gott vor. Liebevoll und achtsam hält er uns in seiner Hand. Wir dürfen uns frei bewegen, eigene Wege gehen und er gibt Acht, dass wir nicht aus seiner Hand fallen.

Wenn Gefahr droht, hält er schützend seine Hand über uns, aber immer so, dass wir noch genug Bewegungsfreiheit haben.

Ist die Gefahr vorüber, lässt er uns wieder den Raum, den wir brauchen.

Wir sind für Gott wertvoll.

Wie komme ich darauf? Das steht in der Bibel und daran halte ich mich fest.

 

Doch bevor wir den Bibeltext hören, lassen wir unser Wertvollstes für die nächste Stunde einfach einmal fliegen. Wir lassen ihm die Freiheit. Es wird sicher wieder zu uns zurückkommen.

(Bibeltext: Der Schöpfungsbericht aus 1. Mose 1)