Gottesdienst zum Ende der Schulzeit

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Der Abschied aus der Schule

Das Ende der Schulzeit ist der Übergang des Jugendlichen in die Welt der Erwachsenen. Das gilt vor allem für die Abiturienten. Aber auch für die Real- und Hauptschüler, die eine Ausbildung anfangen und nicht weiter auf die Schule gehen. Insofern ist ein Übergangsritus in Form eines Gottesdienstes ausgesprochen passend und wird auch gerne wahr- und angenommen, sind doch die Gefühle bei den Schülerinnen, aber auch bei ihren Eltern ambivalent und suchen nach einem Ausdruck.

Ein Gottesdienst zum Schulabschluss hat sinnvoller Weise drei große Teile:

  1. Rückblick: Klagen und Danken für das, was in der Schulzeit war     (10- 15 Min)
  2. Deutung: Das Wort Gottes und unsere Antwort mit auf den Weg nehmen (7- 10 Min)
  3. Ausblick: Für die Zukunft bitten und mit dem Segen Gottes weitergehen (15-25 Min)

Die folgenden Elemente eignen sich für verschiedene Rahmenbedingungen, unmittelbar vor der Zeugnisverleihung oder ein paar Tage vorher, am Vormittag ohne oder am Nachmittag oder Abend mit Eltern. Unerlässlich ist eine kleine Schar von interessierten SchülerInnen, die den Gottesdienst mit vorbereitet, die Gebete formuliert und vorträgt und evtl. auch den inhaltlichen Impuls (mit)gestaltet, die Musik aussucht und evt. auch selbst spielt. Die Terminabsprache mit der Schulleitung erfolgt sinnvoller Weise ein Jahr im Voraus, die Vorbereitung mit den Schülerinnen muss etwa vier Monate vorher beginnen, weil die Schülerinnen während der Prüfungszeiten, Abschlussprojekten und Abschlussfahrten terminlich stark eingebunden sind.

 

Ablauf des Gottesdienstes

 

0. Eingang, Begrüßung, Gebet, Musik

  • Begrüßung
  • Eingangsgebet/Psalm (s. Materialien für Mittelstufengottesdienste und Andachten für 5. und 6. Klassen)

 

1. Rückblick: Klage und Dank      

Vorbereitung

Um authentisch zu sein, braucht dieser Teil eine breite Schülerbeteiligung. Das Vorbereitungsteam sammelt dabei flächendeckend oder stichprobenartig die Antworten der Absolventen auf folgende Fragen:

 

  • Was war schwer und belastend für dich in der Schule?
  • Was hat dich geärgert und gestört?
  • Woran erinnerst du dich gern?
  • Was möchtest du gern aus der Schulzeit mitnehmen?
  • Was wünschst du dir und deinen Mitschülerinnen für die Zukunft? (Die letzte Frage liefert das Material für die Fürbitte)

 

In einer Vorbereitungssitzung wird das Material zusammengetragen, nach Themen sortiert und zu Klage- und Dank und Fürbittengebeten zusammengestellt.

 

Ablauf

  • Überleitung

SchülerIn:

„Dreizehn Jahre sind eine lange Zeit, es ist mehr als die Hälfte unseres Lebens.

Wir bringen vor Gott, was gut war und was schwer war. Wir haben Gedanken gesammelt. Gott hört, was uns bewegt.“

  • Klage

SchülerIn:

„Steine sind schwer. Wir legen die Steine auf den Altar, als Zeichen dafür, was alles schwer war in der Schule….“

 

SchülerInnen lesen die Klagen vor und legen dann für jede Klage einen großen Stein auf den Altar. Der Stein sollte so groß sein, dass er offensichtlich schwer ist und auch von weitem noch sichtbar ist. Fünf Klagen reichen. Namensnennungen sind verboten, aber der Frust darf durchaus deutlich werden. Es hat sich bewährt, zwischendurch nicht zu singen, etwa ein Kyrie. Die Stille zwischen den Worten bei der Symbolhandlung verdichtet die Atmosphäre. Der Ablauf muss geprobt werden, damit die SchülerInnen sicher und ruhig agieren können.

SchülerIn:

„Wir beten.

Jeder hat seine eigenen Schulsteine.

Gott, wir bitten dich:

Sieh unsere Steine, unsere Leiden.

Wir legen sie zu dir. Bei dir sind sie aufgehoben.

Wir wollen sie nicht mitschleppen.

Wir wollen die Steine zurücklassen.

Hilf uns dabei.

Amen.“

Alle singen: Kyrie

 

  • Dank

SchülerIn:

„Blumen sind schön.

Wir legen die Blumen auf den Altar als Zeichen dafür, was schön war und wofür wir dankbar sein können.“

 

Die SchülerInnen lesen die Dankworte und legen dann für jeden Dank eine Blume auf den Altar. Die Blumen sollten groß und schön sein, damit sie von weitem zu sehen sind.

 

SchülerIn:

„Wir beten:

Jeder hat seine eigenen Schulblumen.

Gott, wir danken dir für alles, was gut war.

Lass es uns nicht vergessen

Lass uns die guten Erfahrungen mit auf unseren Weg nehmen, damit sie uns tragen.

Hilf uns dabei.

Amen.“

 

Alle singen ein Halleluja (z.B. EG 182) und stehen dazu auf.

 

  • Kurzes Kollektengebet
  • Lied

 

2. Deutung: Gottes Wort – unsere Antwort

Eine Auswahl biblischer Texte, die sich gut für den Schulabschluss eignen, findet sich im Anhang.

Die Antwort kann

–           eine klassische Predigt

–           eine Dialogpredigt

–           eine Gedankencollage der SchülerInnen

–           eine Szene

–           eine Pantomime mit Deutung

–           ein selbstgedrehter Videoclip sein.

 

  • Musik/Lied

3.  (Für)Bitte und Segen

 

Variante I (für große Gemeinden):

Klassisches Fürbittgebet mit Kerzen

 

SchülerIn:

„Wir wollen miteinander und für einander beten.“

Die von den Schülerinnen selbst geschriebenen Fürbitten (s. o.) werden von ihnen vorgetragen, evtl. ergänzt durch Bitten der Schulleitung, von Lehrerinnen und Eltern. Mehr als sechs sollten es nicht sein. Darauf achten, dass sie nicht zu lange werden und im Aufbau gleich sind. Nach jeder Bitte wird eine Kerze angezündet auf den Altar gestellt, so dass dort nun Steine, Blumen und Kerzen stehen.

SchülerIn:

Jeder hat seine eigenen Wünsche und Hoffnungen. Jetzt ist Zeit, sie Gott zu sagen, jeder für sich in der Stille.“

STILLE

„Alle unsere Bitten, die ausgesprochenen und unausgesprochenen legen wir in das Gebet, das uns Jesus Christus gelehrt hat:“

VATERUNSER im Stehen

 

Variante II (für Gemeinden bis zu 150 BesucherInnen):

Fürbitte mit offenem Kerzengebet

Wie Variante I beginnen, aber statt des stillen Gebetes gibt es ein Kerzengebet. Dafür stehen im Altarbereich mehrere Körbe mit Teelichtern, daneben Kerzen, an denen die Teelichter angezündet werden können.

Liturg oder SchülerIn:

„Jeder hat Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft.

Jetzt ist Zeit für sie.

Ihr könnt an eurem Platz bleiben, der Musik zuhören und euren Gedanken nachgehen.

Ihr könnt euch mit einem der Körbe ein Teelicht holen, es anzünden und mit einem Wunsch oder einer Bitte auf den Altar stellen.“

Währenddessen gibt es leise unaufdringliche Musik. Die Aktion dauert je nach Anzahl der Besucherinnen 5-8 Minuten. Wenn alle wieder sitzen Überleitung zum Vaterunser.

Liturg oder SchülerIn:

„All unsere Bitten, die ausgesprochenen und die unausgesprochenen legen wir in das Gebet, das uns Jesus Christus gelehrt hat und stehen dazu auf.“

VATERUNSER

 

Variante III (eignet sich v.a. für Gottesdienste nur mit Schülerinnen):

Kerzengebet und persönliche Segnung

 

Wie II, nur dass es neben dem Kerzengebet auch noch die Möglichkeit gibt, sich persönlich segnen zu lassen oder einen Wunsch auf einen Zettel zu schreiben und auf den Altar zu legen. Das setzt geeignete Räumlichkeiten voraus und mehrere Segnende.

Liturg:

„Jeder hat Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft.

Jetzt ist Zeit für sie.

Ihr könnt an eurem Platz bleiben, und einfach der Musik zuhören und euren Gedanken nachgehen.

Ihr könnt euch in einem der Körbe ein Teelicht holen, es anzünden und mit einem Wunsch oder einer Bitte auf den Altar stellen.

Ihr könnt euch an den Tisch setzen und auf die Gebetskarten schreiben, was ihr euch wünscht und die Karten dann auf den Altar legen.

Ihr könnt euch auch persönlich segnen lassen, ein guter Wunsch Gottes nur für dich auf deinen Weg.“

 

Um die Scheu vor der Segnung zu überwinden, empfiehlt es sich, zwei oder drei Schülerinnen im Vorfeld zu ermutigen den Anfang zu machen. Wichtig bei der persönlichen Segnung ist die intensive und ungeteilte Zuwendung, die sich durch Augen- und Körperkontakt (Auflegen der Hand auf den Kopf, Schulter oder Hand) ausdrückt. Die Segnung braucht Zeit und einen etwas geschützten Raum.

Die Zeit für die ganze Aktion ist schwer kalkulierbar, aber länger als 10 Minuten sind auch bei einer großen Gruppe eher unwahrscheinlich. Die Musik muss die Stimmung unaufdringlich tragen. Eine gewisse Unruhe durch das Umhergehen ist lebendig und erwünscht. Lautes Schwätzen muss aber unterbunden werden. Der Ernst und die Würde der Situation sind so groß, dass ernsthafte Störungen nicht zu erwarten sind.

Ende der Aktion wie bei Variante II

 

Segen

Variante I

Der Segen am Ende direkt nach dem Vaterunser ist klassisch und kurz.

 

Variante II

Erweiterung des Segens durch Elterndank und Elternsegen, natürlich nur bei Gottesdiensten mit Eltern einsetzbar

 

Wichtig bei der Vorbereitung:

Es muss eine Blume für jedes Elternteil eingeplant werden. Viele Eltern leben getrennt, so dass eine Blume pro Paar nicht in Frage kommt. Im Vorfeld muss geklärt werden, ob es SchülerInnen gibt, die ihren Eltern – aus welchen Gründen auch immer – auf keinen Fall eine Blume überreichen können/wollen. Die Übergabe der Blume kann in diesem Fall an eine Freundin oder einen Freund delegiert werden. Keine Mutter, kein Vater sollte die Kirche ohne Blume verlassen. In der Regel wird man den Ablauf nicht mit allen Beteiligten proben können. Es reicht aber, wenn das Vorbereitungsteam eine Stellprobe macht, sie ziehen dann die anderen mit.

 

LiturgIn:

„Wir feiern heute diesen Gottesdienst, weil ein Lebensabschnitt zu Ende geht.

Das gilt für die Abiturienten/Schulabgänger.

Das gilt aber auch für Sie, liebe Eltern.

Sie haben Ihre Kinder bis hierher begleitet. Sie haben sie gefüttert und gewickelt.

Sie haben Ihnen das Sprechen beigebracht.

Sie haben für Sie Berge von Brot und Seen von Milch nach Hause geschleppt.

Sie haben gekocht, gewaschen und immer wieder chaotische Kinderzimmer aufgeräumt. Sie haben sich über ihre Kinder geärgert und sie geschimpft.

Sie haben ihre Wutanfälle und Zickereien ertragen. Sie haben versucht, sie gut zu erziehen.

Sie haben sie gelobt und getröstet und ermutigt.

Sie haben sie gepflegt, wenn sie krank waren.

Sie haben sich Sorgen gemacht, wenn sie zu spät nach Hause kamen.

Sie haben sich über Erfolge in und außerhalb der Schule gefreut.

Sie haben in der Schule mitgezittert – gerade jetzt noch mal beim Abitur/ bei den Prüfungen. Sie haben viel für Ihre Kinder getan.

Da haben sich ihre Kinder gedacht, heute wäre ein guter Tag, sich dafür zu bedanken. Und weil all das, was Sie für Ihre Kinder getan haben, nicht in Worte zu fassen ist, soll jetzt eine Blume ohne Worte danke sagen.“

 

MUSIK setzt ein

Die SchülerInnen kommen zum Altar, wo große Vasen mit Blumen stehen. Sie nehmen sich zwei Blumen, gehen zu ihren Eltern und überreichen die Blume ohne Worte und gehen wieder an ihre Plätze. Dauer ca. 3 Minuten

LiturgIn:

„Es ist ja nicht so, dass Kinder von einem auf den anderen Tag groß und erwachsen werden. Aber es gibt Tage wie diesen, an dem einem klar wird:“

 

Variante I: Abiturienten-Eltern

„Ihre Kinder sind groß geworden. Sie gehen ihre eigenen Wege. Sie müssen und dürfen sie ziehen lassen.

Sie müssen und dürfen Sie loslassen.

Trotzdem werden Sie als Eltern weiterhin gebraucht. Nicht nur als Geldgeber.

Sondern auch als Ratgeber, Tröster, Ermutiger, heimische Basisstation.“

 

Variante II: Haupt-und Realschüler-Eltern

„Ihre Kinder sind größer geworden.

Sie gehen mehr und mehr ihre eigenen Wege. Sie müssen und dürfen sie loslassen.

Trotzdem werden Sie als Eltern weiterhin gebraucht. Als Ratgeber, Tröster, Ermutiger.“

 

Variante I und II:

„Nicht nur Ihre Kinder brauchen gute Wünsche für Ihren weiteren Weg. Auch Sie als Eltern brauchen gute Wünsche.

Gottes gute Wünsche für uns sind sein Segen.

Deshalb möchte ich alle Eltern bitten, jetzt aufzustehen für einen Elternsegen…..“

 

Segen mit Geste:

„Gott segne die Liebe, die ihr euren Kindern gegeben habt und gebt.

Gott verwandle in Segen, was ihr an ihnen versäumt habt.

Gott stärke euch, wenn ihr Halt gebt und Freiheit.

Gott segne euch auf eurem Weg mit und ohne Eure Kinder.

Amen.“

 

„Gott segne und behüte auch alle anderen* die jetzt aufstehen, denn wir wollen unsere Abiturienten/Schulabgänger ins Leben/auf den Weg schicken.

Nun bitte ich alle Abiturienten/Schulabgänger hier nach vorne zum Altar:“

Die Abiturienten/Schulabgänger stellen sich in zwei Halbkreisen im Altarraum auf.

 

„Jetzt ist das Ende der Schulzeit gekommen.

Es ist vorbei.

Ein neues Leben beginnt. Gottes Segen sei mit dir.“

 

Segensgeste

„Gott sei mit dir auf dem gewundenen Pfad Deines Lebensweges,

bei deinen Aufgaben,

bei den Entscheidungen, die du triffst,

bei jedem Schritt, den du ins Unbekannte tust.

Und jetzt: Dreh dich um!“

Die Abiturienten/Schulabgänger drehen sich um und stehen nun mit dem Gesicht zur Gemeinde, das Vorbereitungsteam zieht auch hier den Rest mit

„Geh im Frieden. Gott sei mit dir.

Amen.“

Auszug der Abiturienten/Schulabgänger durch die stehende Gemeinde, die singt oder zu passender Musik, die idealerweise die SchülerInnen ausgesucht haben. Es ist ihr Auszug. Am Ende der SchülerInnen geht der/die LiturgIn und zieht die ganze Gemeinde mit nach draußen.

 

Variante III

Lässt Elterndank und -Segnung aus und geht gleich in einen Gruppensegen für die SchulabgängerInnen mit Auszug über. Der Segen für die Gottesdienstgemeinde muss vorher erfolgen. (s. o.)

 

*Kürzestsegen für die Rest-Familien, der einen allgemeinen Schlusssegen erspart, der nach dem Auszug keinen rechten Platz mehr hat.

 

 

Katharina Gralla, Schulpastorin Wichern-Schule

Juli 2009

 

Anlage

Biblische Texte, die sich für den Schulabschluss eignen

  1. Mose 12,1-4a

Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. 2 Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. 3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. 4 Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte.

  1. Mose 24,40

Der Herr, vor dem ich wandle, wird seinen Engel mir dir senden und Gnade zu deiner Reise geben.

1 Mose 26,24b

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und will dich segnen.

  1. Mose 30,19

Ich nehme Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, damit du das Leben erwählst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen.

  1. Könige 19,7

Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.

Jos 1,9

Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.

Psalm 16,11

Du tust mir kund den Weg zum Leben.

Psalm 31,9

Du stellst meine Füße auf weiten Raum

Ps 56,12

Auf Gott hoffe ich und fürchte mich nicht; was können mir Menschen tun

Ps 68,20

Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.

Ps 86,11

Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.

Ps 127,2

Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.

Sirach 15,14-16

Er hat am Anfang den Menschen geschaffen und ihm die Entscheidung überlassen. Wenn du willst, so kannst du die Gebote halten und in rechter Treue tun, was ihm gefällt. Er hat dich vor Feuer und Wasser gestellt; ergreife das, was du willst.

Jes. 1,10

Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin für dich Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

Amos 5,4

Ja, so spricht der Herr zum Haus Israel: Sucht mich, dann werdet ihr leben

Matth. 5,13ff

13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Matth 6,27-30

Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? 28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29 Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.

30 Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?

Matth 7,7

Bittet, dann wird euch gegeben, sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.

Matth 19

Die Gefahr des Reichtums (»Der reiche Jüngling«)

16 Und siehe, einer trat zu ihm und fragte: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe? 17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. 18 Da fragte er ihn: Welche? Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; 19 ehre Vater und Mutter« (2.Mose 20,12-16); und: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). 20 Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch? 21 Jesus antwortete ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach! 22 Als der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt davon; denn er hatte viele Güter. 23 Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen. 24 Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme. 25 Als das seine Jünger hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann dann selig werden? 26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist’s unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.

Matth 25

Von den anvertrauten Zentnern

  1. Denn es ist wie mit einem Menschen, der außer Landes ging: Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Vermögen an; 15 dem einen gab er fünf Zentner Silber, dem andern zwei, dem dritten einen, jedem nach seiner Tüchtigkeit, und zog fort. 16 Sogleich ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann weitere fünf dazu.17 Ebenso gewann der, der zwei Zentner empfangen hatte, zwei weitere dazu. 18 Der aber einen empfangen hatte, ging hin, grub ein Loch in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn. 19 Nach langer Zeit kam der Herr dieser Knechte und forderte Rechenschaft von ihnen. 20 Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte weitere fünf Zentner dazu und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner anvertraut; siehe da, ich habe damit weitere fünf Zentner gewonnen. 21 Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude! 22 Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner anvertraut; siehe da, ich habe damit zwei weitere gewonnen. 23 Sein Herr sprach zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude! 24 Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist: Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast; 25 und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in der Erde. Siehe, da hast du das Deine. 26 Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, wo ich nicht ausgestreut habe? 27 Dann hättest du mein Geld zu den Wechslern bringen sollen, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine wiederbekommen mit Zinsen. 28 Darum nehmt ihm den Zentner ab und gebt ihn dem, der zehn Zentner hat. 29 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. 30 Und den unnützen Knecht werft in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

Röm 12,21

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Gal 5,1

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!

Epheser, 5,8-11

Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; 9 die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. 10 Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, 11 und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf.

2 Tim 1,7

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

Hebr. 10, 35f

Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. 36 Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.

  1. Petrus 5,7

Alle Sorgen werfet auf ihn; denn er sorgt für euch.