Gottesdienst und Entlassung eines Mitarbeiters, einer Mitarbeiterin – Ehren- oder Hauptamtliche

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Solche Verabschiedungen sollten nicht zu pompös ausfallen, aber auch nicht zu mager. Einerseits ist ein Stellenwechsel, das Ende einer Wirk-Periode oder der Ruhestandsbeginn etwas Normales, andererseits schon ein Einschnitt im Leben aller. Der große Horizont unseres Handelns soll deutlich werden, aber auch die einzelne Gabe. Die Geste der aufgelegten Hände ist unter Christen schon immer die wichtigste Segensgeste gewesen. Der Handschlag – vor allem der in der Öffentlichkeit – ist aber auch nicht zu verachten.

Gleichzeitig sollten die bedacht werden, die bleiben.

Die Gemeinde sollte bei der Entlassung zu Wort kommen. Nicht nur die Leitung entlässt MitarbeiterInnen, sondern das Subjekt dafür ist die Gemeinde selbst. Sie tut gut daran, im Gottesdienst den, die betreffenden Person(en) freizugeben durch ihr ‚JA’.

Im normalen Gottesdienst kann diese Entlassung nach den Lesungen oder

nach Predigt und Abkündigungen folgen, vor der Fürbitte, in der der Kasus eventuell auch noch bedacht wird.

 

Liturgie-Vorschlag

Lied (Bitte um den Geist): z.B. Heilger Geist, du Tröster mein – EG 128

 

Eröffnung – EineR:

Liebe/r NN, liebe Gemeinde,

NN hat/ NN und MM und …haben mit uns zusammen gearbeitet. Im Hintergrund die Vision einer Welt, wie Gott sie gemeint hat: „Und siehe, es war sehr gut“. Vor den Händen das Tägliche, das Halbwahre und Halbgare, das Normale mit seinen Verwerfungen und Goldkörnern. Daneben und auf Augenhöhe die anderen, die in Gottes Namen genauso mit wirken. Also: Der Himmel in seiner Erd-Gestalt mitten unter uns, NN und wir alle mittendrin auf dem Weg zum Reich Gottes. Das war und ist die Realität von Kirche. Sie erinnert die Weite des Himmels und hält sie hier und jetzt gegenwärtig.
Dank sei Gott für alle die Menschen in diesem Dienst.

 

Wir möchten Dich/Sie nun verabschieden und tun dies mit Gesten und Worten, die uns erinnern an unsere Herkunft und Zukunft:

Die ist gebunden an den Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Gebet

Laßt uns beten:

Barmherziger Gott, der Du uns Vater und Mutter bist: Du hast uns eingespannt in Dein Wirken, Du hast uns Plätze zugewiesen je nach unseren Gaben. Wir danken Dir und geben nun eine dieser/einige dieser Aufgaben an Dich zurück. NN hat/NN und MM haben sie verrichtet so gut er/sie konnte(n). Nimm und ergänze Du, was fehlt. Wir danken Dir für diese/n Mitarbeiter/Mitarbeiterin(nen) und seine/ihre Gaben. Gib ihn/sie frei für eine andere Aufgabe/für sein/ihr Leben (in Deinem Wirken/für den Ruhestand) und segne ihn/sie, auch wenn sie nicht mehr in Deinem Dienst arbeiten möchten. Hilf allen, die an ihren Orten hier weiter arbeiten. Dein Reich komme.

Alle: Amen.

Frage an die Gemeinde – EineR:

Ich bitte Sie sich zu erheben.

Gemeinde erhebt sich.

Seid Ihr bereit, diese Person(en) aus ihrem Dienst für die Gemeinde freizugeben,

und ihn/sie auch ohne seinen/ihren Einsatz als Schwester(n) und Brü(u)der in Christus zu achten,

so antwortet: Ja, wir sind bereit.

Gemeinde: Ja, wir sind bereit.

 

Abschied – EineR:

Liebe/r NN, ich bitte Sie/Dich nun nach vorn zu kommen.

NN geht/en nach vorn.

NN, im Namen aller MitarbeiterInnen danke ich Dir für die Zeit des gemeinsamen Dienstes hier.

Wir wünschen Dir/Ihnen Segen für den neuen Wirkungskreis/für den Ruhestand/für Ihr Leben.

Handschlag EineR und NN.

(Deshalb werde ich Dir/Ihnen nun auch die Hände auflegen, wir sprechen dazu gemeinsam das Vaterunser, und ich gebe Dir/Ihnen den Segen. (Bitte knie/knien Sie.))

alle sprechen gemeinsam:

Vaterunser

(Einzelsegen unter Handauflegung)

falls nur Handschlag und kein Einzelsegen mit Handauflegung, dann EineR an den, die zu Verabschiedenden:

Gott segne Dich/Euch und behüte Dich/Euch auf Deinem/Eurem Weg, Gott lasse das Angesicht über Dir/Euch leuchten und sei Dir/Euch gnädig, Gott erhebe das Angesicht auf Dich/Euch und gebe Dir/Euch Frieden.

 

Alle: Amen.

 

EineR: Nun geh(t) im Frieden Gottes. Er ist mit Dir/Euch.

 

NN (und MM und ….) geht/gehen wieder an den Platz.

 

Lied: …