PERLEN GEBET

Gott, am Ende dieses Tages breite ich vor dir aus, was heute gewesen ist.

Viel Unruhe und Unsicherheit, Unplanbarkeit, nicht wissen, was kommt

prägt diese Tage.

Manchmal zittert mein Herz, Gott

und manchmal bin ich überrascht, was das alles verändert und ermöglicht.

Gott, ich bitte für all die, die jetzt in Angst und Schrecken leben,

die erkrankt sind und um ihr Leben ringen,

die um ihre Existenz fürchten.

Du bist bei ihnen allen, gehst Schritt für Schritt mit,

findest Wege und Möglichkeiten, du Gott des Lebens.

Sei auch bei mir.

Behüte deine Menschen.

Geleite mich und uns zur Ruhe der Nacht.

Schenke Frieden den Herzen und dieser Erde.

Amen

(Magdalene Hellstern-Hummel, Referentin für Spiritualität und geistliches Leben, Nordkirche)

Bibelworte sollte man natürlich situativ einsetzen. Es gibt Trostworte, Worte der Zuversicht, aber in der Bibel auch Worte von Angst und Verzweiflung, Agonie und Hilflosigkeit. Im Augenblick geht es wahrscheinlich eher um Mutmach- und Trostworte, die für sich selbst stehen können. Hier sind ein paar, vor allem aus dem Buch der Psalmen, das ich aber jetzt so schnell auch nur bis etwa Psalm 45 durchgesehen habe. (Klaus Schäfer)

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„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (Petr. 5.7)

Tun, was notwendig ist und Vertrauen auf Gott haben!

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„Ich bin der HERR, dein Arzt“, spricht Gott. (2. Mose 15,26)

Natürlich auf die Ärzte hören, aber in der Tiefe des Herzens auch Vertrauen auf Gott setzen!

 

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„Bei dem HERRN findet man Hilfe.

Dein Segen komme übe dein Volk!“ (Psalm 3,9)

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„Erhöre mich, wenn ich rufe,

Gott meiner Gerechtigkeit,

der du mich tröstet in Angst;

sei mir gnädig und erhöre mein Gebet!“ (Psalm 4,2)

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„HERR, wie lange willst du mich so ganz vergessen?

Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?

Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele

Und mich ängsten in meinem Herzen täglich? (Psalm 13,2f.)

Ein Gebet gegen die Verzweiflung

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Psalm 23, natürlich: „Der HERR ist mein Hirte…“

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„Der HERR ist mein Licht und mein Heil;

vor wem sollte ich mich fürchten?

Der HERR ist meines Lebens Kraft;

vor wem sollte mir grauen?“ (Psalm 27.1)

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„HERR, auf dich traue ich,

lass mich nimmermehr zuschanden werden,

errette mich durch deine Gerechtigkeit!

Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends!

Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest!4Denn du bist mein Fels und meine Burg,

und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.“ (Psalm 31,2-49

 

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„Befiehl dem HERRN deine Wege

Und hoffe auf ihn, er wird´s wohlmachen.“ (Psalm 37,5)

 

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„Sei stille dem HERRN und warte auf ihn.“ (Psalm 37,7a)

 

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„Was betrübst du dich, meine Seele,

und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,

dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.“ (Psalm 42,12)

 

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„Gott ist unsere Zuversicht und Stärke,

eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.“ (Psalm 46,2)

 

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„Er gibt den Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden….

Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler,

dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ (Jesaja 40,29.31)

 

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Bibelworte in der Corona-Krise, Teil 3, 21.3.2020 – zusammengestellt von Dr. Klaus Schäfer

Die folgenden Worte aus dem Alten Testament sind zumeist aus den Psalmen 50-100; zu den weiteren Psalmen werde ich später noch Zitate senden. Die Worte aus dem Neuen Testament sind aus den Paulus-Briefen.

Die Bibelstellen sind alle wörtlich nach Luther 2017 zitiert. Für kurze Botschaften kann man auch einzelne Elemente aus den Psalmworten herauslösen, manchmal kann man auch eine Anrede an Gott im Gebet durch eine Anrede an die Menschen verändern, etwa indem das Wort „du“ in Ps. 51 weggelassen wird; so werden Gebetsworte zu Worten des Zuspruchs und des Segens. Eigene Worte habe ich nicht dazugestellt, da solche Formulierungen wohl sehr mit der jeweiligen kommunikativen Situation zu tun haben. Die Bibelzitate sollten also frei nach Bedarf eingesetzt und leicht verändert werden können.

Richtig schwere Texte, die auch von Leiden, bitterer Klage, Heulen und Tod und Ringen mit Gott handeln (etwa Psalm 55 oder 71), habe ich nicht aufgeführt; sie wären in konkreten Situationen wichtig, gehören aber wohl eher in die individuelle Seelsorge. Vielleicht wird das später noch einmal wichtig.

 

ALTES TESTAMENT; INSBESONDERE AUS PSALMEN 50-100:

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„Sei getrost und unverzagt! Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“ (Josua 1,9)

 

„… ein geängstetes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.“ (Psalm 51,19b)

 

„… ich verlasse mich auf Gottes Güte immer und ewig.“ (Psalm 52,10b)

 

„Siehe, Gott steht mir bei, der Herr erhält mein Leben.“ (Psalm 54,6)

 

„Wirf dein Anliegen auf den HERRN;

der wird dich versorgen

und wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen.“ (Psalm 55,23)

 

„Wenn ich mich fürchte, so hoffe ich auf dich.“ (Psalm 56,4)

 

„Auf Gott hoffe ich und fürchte mich nicht; was können mir Menschen tun?“ (Psalm 56,12)

 

„Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig!

Denn auf dich traut meine Seele,

und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht,

bis das Unglück vorübergehe.“ (Psalm 57,2)

 

„Meine Stärke, zu dir will ich mich halten; denn Gott ist mein Schutz.“ (Psalm 59,10)

 

„Ich… will von deiner Macht singen

und des Morgens rühmen deine Güte;

denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not.

Meine Stärke, dir will ich lobsingen;

denn Gott ist mein Schutz, mein gnädiger Gott.“ (Psalm 59,17.18)

 

„Denn er (Gott) ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz,

dass ich gewiss nicht wanken werde.“ (Psalm 62,3)

 

„Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele;

denn er ist meine Hoffnung.

Er ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz,

dass ich nicht wanken werde.

Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre, der Fels meiner Stärke,

meine Zuversicht ist bei Gott.

Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus;

Gott ist unsere Zuversicht.“ (Psalm 62,6-9)

 

„Du bist mein Helfer,

und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich.

Meine Seele hängt an dir;

deine rechte Hand hält mich.“ (Psalm 63,9)

 

„Gott sei uns gnädig und segne uns,

er lasse uns sein Antlitz leuchten“ (Psalm 67,2)

 

„Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.“ (Psalm 68,20b)

 

„Wir haben einen Gott, der da hilft,

und den HERRN, einen Herrn, der vom Tode errettet.“ (Psalm 68,21)

„Ich bin elend und voller Schmerzen.

Gott, deine Hilfe schütze mich!“ (Psalm 69,39)

 

„HERR, ich traue auf dich,

lass mich nimmermehr zuschanden werden.“ (Psalm 71,1)

 

„Sei mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen kann,

der du zugesagt hast, mir zu helfen;

denn du bist mein Fels und meine Burg.“ (Psalm 71,3)

 

„Gott, sei nicht ferne von mir;

mein Gott, eile, mir zu helfen.“ (Psalm 71,12)

 

„Gott, tröste uns wieder

und lass leuchten dein Antlitz, so ist uns geholfen.“ (Psalm 80,4)

 

Gott, schweige doch nicht!

Gott, bleib nicht so still und ruhig!“ (Psalm 83)

 

„Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten

Und von Herzen dir nachwandeln!

Wenn sie durchs dürre Tal ziehen,

Wird es ihnen zum Quellgrund,

und Frühregen hüllt es in Segen.“ (Psalm 84,6f.)

 

„Denn du, Herr, bist gut und gnädig,

von großer Güte allen, die dich anrufen.“ (Psalm 86,5)

 

„In der Not rufe ich dich an;

du wollest mich erhören!“ (Psalm 86,7)

 

„Fülle uns frühe mit deiner Gnade,

so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.“ (Psalm 90,14)

 

„Und der Herr, unser Gott, sei uns freundlich

und fördere das Werk unserer Hände bei uns.

Ja, das Werk unserer Hände wollest du fördern.“ (Psalm 90,17)

 

„Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt

Und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,

der spricht zu dem HERRN:

Meine Zuversicht und meine Burg,

mein Gott, auf den ich hoffe.

Denn er errettet dich vom Strich des Jägers

und von der verderblichen Pest.

Er wird dich mit seinen Fittichen decken,

und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.

Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,

dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht,

vor dem Pfeil, der des Tages fliegt,

vor der Pest, die im Finstern schleicht,

vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt…“ (Psalm 91,1-6)

 

„Denn der HERR ist deine Zuversicht,

Der Höchste ist deine Zuflucht.

Es wird dir kein Übel begegnen,

und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.

Denn er hat seinen Engeln befohlen,

dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

dass sie dich auf den Händen tragen

und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest…“ (Psalm 91,9-12)

 

„Aller Welt Enden (mögen) sehen das Heil unseres Gottes.“ (Psalm 98,6)

 

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NEUES TESTAMENT:

 

„Wachet, steht im Glauben, seid mutig und stark! Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen!“ (1. Korinther 16,13)

 

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“ (2. Kor. 1,3f.)

 

„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“ (2. Kor. 13,13)

 

„Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Galater 6,2)

 

„Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.“ (Epheser 6,10)

 

„… Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird heure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.“ (Philipper 4,5-7)

 

„Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.“ (2. Thessalonicher 3,3)

 

„Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7)

Gott behüte dich heute an diesem Tag,

ein noch unbeschriebenes Blatt in deinem Lebensbuch.

Die Geistkraft belebe dich mit erfrischendem Windhauch, damit du spürst, wie lebendig du bist.

Du Gotteskind. Auf, ins Abenteuer!

Amen

Gott sieht dich.
Deinen Schmerz.
Deine Einsamkeit.
Deine Fragen.

Gott segnet dich.
Leidet mit dir.
Geht mit dir.
Fragt mit dir.

Amen

Die Welt steht still.
Gott, sieh unseren Schmerz.
Segne, die krank sind.
Begleite, die einsam sind.
Berühre, die voller Angst sind.

Die Welt steht still. Gott, wir legen dir alles, was ist, in deine Hand.  Amen

In dieser Nacht lege sich die Güte Gottes wie ein wärmender Mantel auf die Welt.

Segen den Kranken, den Einsamen.

Segen den Eltern, Segen den Kindern.

Ummantelt von deiner Liebe schlafen wir ein.

 

Segen ströme in alle Ecken dieser Welt.

Erfülle die Krankenzimmer und Wohnzimmer mit Gottesglanz.

Segen umleuchte jedes Herz.

Damit jede noch so kleine Hoffnung wachsen kann.

 

Im Morgengrauen wecken sie mich

mit ihrem Konzert.

Vogelschönheit in Dur.

Schöpfungsgeschenk.

So begleitest Du mich schon früh in den Tag.

Ummantelt von Deiner Liebe.

 

Die blaue Stunde tönt die Welt mild.

Nur ein leichter Wind

Und eine Möwe über meiner Welt.

In mir ein verzagtes Herz.

Meine Sorgen malen Tupfen in den tiefblauen Himmel.

Sie wehen fort, Richtung Meer.

Auch dort wird Deine Hand mich halten.

 

 

Jeden Morgen beim Aufwachen derselbe Gedanke: Das ist ein Traum, der gleich vorbei ist. Es wird wie immer sein.

Wie immer: Ich stehe auf. Dusche. Föne meine Haare. Wecke die Kinder. Ich mache Stress, weil sie nicht aufwachen wollen. Ich trage sie im Halbschlaf an den Frühstückstisch. Fülle die Brotdosen. Schultaschen packen. Anziehen. Wie immer sind wir spät dran.

Seit Wochen und Tagen: Nicht ist wie immer. Ich stehe auf. Dusche. Föne meine Haare. Wecke die Kinder. Ich mache keinen Stress. Sie dürfen sich noch mal umdrehen und schlummern. Auf eine halbe Stunde mehr kommt es nicht an.

Unsere Familie ist aus der Zeit gefallen. Die ganze Welt ist aus der Zeit gefallen. Jemand hat die Stopptaste gedrückt.

Doch: Wir leben weiter. Wir atmen. Unser Herz schlägt. Die Gedanken drehen sich im Kreis. Es ist still. All das sticht ins Herz, was fehlt. Der Stress, der Alltag, die Unbedarftheit.

Wir leben weiter. Wir atmen. Das Leben fühlt sich nackt an ohne all das Drumherum.

Es ist gut, das mal zu spüren. Ich halte dir, Gott, mein nacktes Leben hin. Ich bitte dich: Erbarme dich meiner.

 

Stille überm Watt

Am Horizont die Halligen und die Inseln.

Nie erschienen sie weiter weg.

Die Fähre in Schlüttsiel liegt still im Hafen. Sie läuft nicht aus in diesen Tagen.

Der Himmel ist weit. In ihm hat alles Platz, was uns bewegt.

Stille in meinem Herzen.

Ich kann nichts mehr denken. Denn nichts ist mehr planbar.

Also übe ich mich in einem: Dir, Gott, alles hinzuhalten.

Ich halte dir hin, was mein Herz überfließen lässt.

Ich halte dir hin, was meinen Verstand übersteigt.

Ich halte dir hin, was ich nicht allein tragen kann.

Ich bitte dich: Erbarme dich unser.

 

Gebet

Ein Gebet für die, die einsam sterben müssen.

Die, die schon an Corona erkrankt waren, sagen, dass es wie Ersticken ist.

Ersticken am lebendigen Leib und ein langsames Ertrinken.

Ein Gebet für alle, die diesen Weg allein gehen müssen, weil ihre Angehörigen nicht zu ihnen dürfen.

Ein Gebet für die Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger, die dieses Leiden mit ansehen und nur selten lindern können.

Ein Gebet für diese Welt, deren Schmerzen zum Himmel schreien.

Amen

(Nora Steen, Nordkirche)

Ein Gebet zum Durchatmen

O Gott, es gibt vieles, das ich nicht weiß.

Es gibt vieles, das ich nicht durchschaue.

Es gibt vieles, das ich nicht in der Hand habe.

Wenn ich mich ohnmächtig fühle, will ich einmal tief durchatmen und darauf vertrauen, dass ich nicht das Ganze bewältigen muss, sondern das tun kann, was mein Part ist.

Wenn ich verunsichert bin, will ich einmal tief durchatmen und darauf vertrauen, dass ich nicht alleine bin und dass unsere Weisheit gemeinsam reicher ist.

Wenn ich Angst habe, will ich einmal tief durchatmen und darauf vertrauen, dass ich nicht aus Gottes Nähe herausfalle, sondern dass Gottes Geist mir nahe ist.

Was ich weiß, ist: Mein Leben und meine Liebe und meine Würde reichen so viel weiter als das, was ich leisten oder tun kann.

Was ich sehen kann, ist: Nach jedem Winter kommt der Frühling und neues Leben wächst aus dem kalten Erdboden.

Was ich kann, ist tief durchatmen und dieser Welt Liebe einflößen, die sie so dringend braucht.

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“

 

Oh God, I’m Spinning Out: A Prayer

There is so much I do not know

There is so much I cannot see

There is so much I cannot control

In the moments I feel powerless, I will take a deep breath

trusting that I am tasked only with doing my part, not the whole

In the moments I feel unsure, I will take a deep breath

trusting that I am not alone and that together, our wisdom will be richer

In the moments I feel anxious, I will take a deep breath

trusting that there is no depth I can fall out of reach of the Spirit that holds me close

What I do know is that my life and love and worth extend far beyond my work

What I can see is that spring follows every winter and new life pokes out from cold ground

What I can control is my breath and the love I inject into a world so clearly lacking it

„And now these three remain: faith, hope, and love. But the greatest of these is love.“

Remember – Care, Caution and Calm. And keep the faith!

(Rev. Dr. Hannah Adams Ingram, a University Chaplain)

In die Stille finden

mit der Gottesperle und den sechs Perlen der Stille

 

Gottesperle                         Ich bin geborgen in Gottes Raum

 

  1. Perle der Stille Ich bin nur eine Stille von Gotte entfernt – im Hier und Jetzt. Ich nehme meinen Körper wahr: Ich spüre den Kontakt zum Boden, ich richte meine Wirbelsäule auf, meine Hände liegen ruhig, mein Atem fließt.

 

  1. Perle der Stille Ich nehme den Raum wahr, in dem ich sitze, ich lausche auf alle Geräusche von draußen.

 

  1. Perle der Stille Ich nehme meinen Innenraum wahr: Atem, Herzschlag, vielleicht ein anderes Organ.

 

  1. Perle der Stille Gedanken und Gefühle steigen auf – all das gehört zu mir – ich nehme alles wahr ohne zu werten – und löse mich wieder.

 

  1. Perle der Stille Ich nehme meinen Atem wahr: Einatmen – Ausatmen – Atempause. Aufmerksam lausche ich diesem Fluß.

 

  1. Perle der Stille Ich ertaste neben der Stille- die Gottesperle- und weiß mich verbunden mit Gott

 

Gottesperle                         „Du bist ewig, Du bist nahe, Du bist Licht und ich bin“

 

copyright Kirstin Faupel-Drevs

 

 

 

 

 

 

 

Festhalte-Gebet (in Corona-Zeit) mit den Perlen des Glaubens

 

 

Gottesperle                         Gott

 

  1. Stille an dir halte ich mich fest

 

Ich-Perle                              du siehst mich

 

Tauf-Perle                           sei mir nahe

 

  1. Stille an dir halte ich mich fest

 

Wüsten-Perle                     sei bei mir in meiner Wüste

 

  1. Stille an dir halte ich mich fest

 

  1. der Gelassenheit lass mich gelassen sein, trotz allem

 

  1. Stille an dir halte ich mich fest

 

Erste P. der Liebe               lass mich deine Liebe spüren

Zweite P. der Liebe           verbinde mich …

  1. Geheimnis-P. … mit allen, die ich liebe: N., N. ….
  2. Geheimnis-P. … mit denen, die krank und in Sorge sind
  3. Geheimnis-P. … mit N., für den/die ich dich jetzt bitte

Perle der Nacht                  bleib bei mir, wenn ich Angst habe

 

  1. Stille an dir halte ich mich fest

 

  1. der Auferstehung du bist mein Licht

 

  1. Stille an dir halte ich mich fest

 

Gottesperle                         Gott, du hältst mich, jetzt und immer,

in Zeit und Ewigkeit, Amen.

 

 

(Kirstin Faupel-Drevs, Nordkirche)