Gebet an Ostern

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Das Grab ist leer. Du bist nicht mehr zu fassen.

Du könntest überall zu finden sein:

Im Himmel über uns auf unseren Straßen,

in Häusern, Kirchen, Nacht und Sonnenschein.

 

Es ist als ob aus dieser großen Leere

des Morgens damals sich die Welt verwandelt,

unaufgeregt und still und ohne Schwere,

weil niemals mehr der Tod am Ende handelt.

 

Seit jenem Anfang fließt der Himmel in die Welt

Und füllt die Finsternisse aller Zeiten auf.

So wird die dunkle Ordnung einfach umgestellt,

und aus dem letzten Gang entsteht ein Lebenslauf.

 

Es steht noch aus, was damals wirklich war,

noch haben wir das alles nicht verstanden.

Doch rede, Gott, und mach die Dinge selber klar

In uns und allen, die dich jemals fanden.

 

Verwandle, was sich an sich selbst verliert,

und öffne, die sich selbst verschlossen haben,

gib, dass das Leben wieder deine Nähe spürt,

die Kraft und all die Schönheit deiner Gaben.

Amen