Die Liturgie der Eröffnung und Anrufung erleben und verstehen

Download

 

Die Liturgie der Eröffnung und Anrufung erleben und verstehen

Die Eingangsliturgie ist eine ausgetretene Spur im Gelände des Gottesdienstes. Hier gibt es wenig Phantasie, vielfach ist es nur ‚das da vor der Predigt’. Andernorts gibt es erste Ansätze, diesen Teil ernst zu nehmen, Aufmerksamkeit für Heiligkeit oder Annäherung daran zu ermöglichen und so für die Lebensqualität des Gottesdienstes zu nutzen. Wort- und Segensteil sind den Menschen vertrauter. Hier gibt es inzwischen auch mehr Ausformungen und Experimente. Eingangsteil und Abendmahl fristen –
was Verständnis und schlüssige Gestaltung angeht – oft immer noch ein Kümmerdasein. Der zweite Baustein steht auch noch am Anfang dieser 6er-Reihe von Treffen. Daher handelt er auch vom Anfang des Gottesdienstes und will zeigen, wie die Liturgie der Eröffnung und Anrufung Menschen öffnen kann, wie sie Geistes Gegenwart ermöglicht und den Empfang von Wort/Inspiration und Mahl vorbereitet. Gottesdienst ist eigentlich im ganzen eine Form sich steigernder und vertiefender geistlicher Wachsamkeit für die Anwesenheit Gottes. Gott ist da. Gott lässt sich nicht herbeibeten oder –zwingen, sondern ‚taucht auf’ oder ‚weht’ , wann der Geist will und kann. Dafür können sich Menschen vorbereiten und präsent sein. Dass wir mit unserer ganzen Figur auch da sind, das ist die Kunst. Dazu kann (ohne Erfolgsgarantie) Liturgie verhelfen. Es reicht, wenn an einer Stelle des Gottesdienstes bei den Mittuenden das Empfinden von Geistes Gegenwart entsteht – dann wird in der Regel alles andere davon eingefärbt. Selber gestalten erfordert eine neue Präsenz – daher erleben viele Menschen die Liturgie überhaupt erst inniger,
wenn sie sie selbst vorbereiten und führen. (Weiter im Download)