Bewegen ist Leben

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Sportgottesdienst am 18.08.2013 10.30 Uhr Schulhof der Grundschule in Pöhlde

Thema: Bewegen ist Leben

 

Musik zum Eingang

Begrüßung/Abkündigungen 

 

EG 449, 1

Die güldne Sonne

voll Freud und Wonne

bringt unsern Grenzen

mit ihrem Glänzen

ein herzerquickendes, liebliches Licht.

Mein Haupt und Glieder,

die lagen darnieder;

aber nun steh ich,

bin munter und fröhlich,

schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

 

Meditation: Aufstehen

Noch liege ich im Bett. Erste Sonnenstrahlen tauchen mein Gesicht in Licht und Schatten. Zeit aufzustehen. Ich richte mich auf. Setze mich auf die Bettkante. Gedankenverloren blicke ich in den Raum. Meine Füße baumeln. Zu welchem Takt eigentlich? Doch bevor ich mir die Frage beantworten kann, holt mich mein Rückgrat in die Realität zurück. Ich spüre wieder jeden Wirbel. Quäle mich aus dem Bett. Ein wenig Gymnastik wirkt Wunder. Richtet mich auf.

Mein Blick geht von unten nach vorn. Fuß für Fuß geht es voran.

Mit jedem Schritt spüre ich mich selbst. Den Boden unter meinen Füßen. Spüre die Kraft, die in mir steckt, um mein Ziel zu erreichen. Meine Richtung liegt vor mir.

 

EG 449,4

Abend und Morgen

sind seine Sorgen;

segnen und mehren,

Unglück verwehren

sind seine Werke und Taten allein.

Wenn wir uns legen,

so ist er zugegen;

wenn wir aufstehen,

so lässt er aufgehen

über uns seiner Barmherzigkeit Schein.

 

Ps 139, 1-3.5.9-12.14a.   

Herr, du erforschest mich

und kennest mich.

Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;

du verstehst meine Gedanken von ferne.

Ich gehe oder liege, so bist du um mich

und siehst alle meine Wege.

Von allen Seiten umgibst du mich

und hältst deine Hand über mir.

Nähme ich Flügel der Morgenröte

und bliebe am äußersten Meer,

so würde auch dort deine Hand mich führen

und deine Rechte mich halten.

Spräche ich: Finsternis möge mich decken

und Nacht statt Licht um mich sein-,

so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir,

und die Nacht leuchtete wie der Tag.

Finsternis ist wie das Licht.

Ich danke dir dafür,

dass ich wunderbar gemacht bin.

Amen

 

Ansprache I:

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus, Amen.

Liebe Gemeinde, ein Senior in meiner Heimat gemeinde pflegte immer zu sagen: Sport ist Mord und Breitensport ist Massenmord. Nun, er neigte häufig zu Übertreibungen. Was mich betrifft, hat er dennoch etwas getroffen. Turnen lag mir nicht, der Stufenbarren und ich sind keine Freunde geworden. Bei den Ballspielen ist das anders. Mein Lieblingsfußballklassenspiel endete 47:0 für uns. Handball und Basketball waren auch Klasse. Mit Volleyball habe ich es noch nicht versuchte. Dafür mit Tischtennis. Bis meine Gegner merkten, dass dick nicht auch lahm bedeutet, hatte ich die ersten beiden Sätze schon gewonnen.

Nun, Sport erfreut sich langer Beliebtheit. Bereits König David war ein Freund des Sports. Als er sich freute, tanzte er um die Bundeslade. Eine Art frühzeitlicher Hip Hop vielleicht.

Das zeigt: Gott setzt in Bewegung, und da, wo Gott ist, ist Bewegung. Bewegen ist Leben.

Ich kann mich entscheiden: Bewege ich mich allein, oder gemeinsam mit anderen. Manchmal auch im Team und doch allein. Beim Mannschaftsgehen, wo auf den 10 km jeder sein eigenes Tempo, seinen eigenen Stil finden muss. Das war manchmal hart. Ich war der Ersatzmann, bei der Üstra, den Straßenbahnern. In Uniform, mit Mütze und Krawatte. Aber jeder musste ankommen, sonst war das ganze Team verloren, das Training der anderen umsonst. Doch jeder Wettkampf ist anders. Mal geht es gut, und manchmal findet man den Rhythmus nicht. Dann heißt es: sich durchbeißen und kämpfen.

Liebe Gemeinde, für den Trainer ist es entscheidend, wen er in die Mannschaft stellt. Passt das Team zusammen, ergänzt sich gut und gewinnt gilt: Never change a winning team. Doch manchmal muss das Team verändert werden. Der Trainer muss es so verändern, dass es wieder passt. Trainer und Mannschaft: Beide müssen sich aufeinander verlassen können. Jetzt könnte ich sagen: Kennen wir aus der Bibel auch: Jesus ist der Trainer, die Jünger sind sein Team. Auch sie sollen das umsetzten, was der Trainer sagt: Heilen in den umliegenden Gegenden und taufen. Die Ideen des Trainers sollen sich durchsetzen,, sollen zum Erfolg führen. Jesus setzt die Jünger in Bewegung.

Wenn man sich nicht bewegt, droht die Starre, droht, dass alles so bleibt wie es ist, droht, dass es nicht weitergeht.

„Es war schon immer so.“ Damit kommt man nicht einmal in die Gegenwart und erst recht nicht in die Zukunft. Wer sich nur im Ruhm vergangener Zeiten sonnt, wird selbst bald Geschichte sein.

Liebe Gemeinde, wichtig ist, dass der Trainer die Mannschaft/den Sportler begeistern kann, dass er selbst gegeistert ist.

Der heilige Geist versetzt die Jünger geradezu in Trance. Er setzt Fähigkeiten frei, die sie bei sich bisher gar nicht kannten. Begeisterung, Spaß, Freude und damit auch ein Ziel. Ein hohes, wie Meisterschaften, oder einfaches, wie Zeit für meine Freunde zu finden und Freundschaften zu pflegen, fit zu bleiben und mich zu bewegen.

Tage der Bewegung: Fit bleiben bis ins hohe Alter durch Bewegung, jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Der heutige Gottesdienst leistet seinen Beitrag dazu, wenn er nachher in einen Bewegungsteil übergeht.

Jesus Christus spricht zu seinen Jüngern: Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker. Taufet sie auf den Namen des Vaters, und des Sohnes, und des heiligen Geistes. Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt. Amen

 

EG 334 Danke

Ansprache II:

„Leben ist Bewegung und ohne Bewegung findet Leben nicht statt“ (Feldenkrais)

Bereits vor mehr als 3 Mio. Jahren findet man Spuren von Zweibeinern und zum größten Teil war dieses Leben immer in Bewegung; der Mensch war auf der Jagd oder auf der Suche nach Essbarem, um schlicht und einfach überleben zu können; Bewegung lohnte sich also schon damals;

Bewegung in Form von Sport lohnt sich auch und wie: Eine offizielle wissenschaftliche Studie belegt, dass Menschen, die wöchentlich 2,5 Stunden stramm marschieren, ihre Lebenserwartung im Vergleich zu Bewegungsmuffeln um mehr als 3 Jahre steigern (wobei sich natürlich auch schon weniger Bewegung auszahlt); das schafft keine Diät.

Hören wir auf uns zu bewegen, tritt Stillstand ein- und das ist nicht gut; erst seit Kurzem sitzen wir oft stundenlang vor dem Computer oder im Büro; die Pizza lassen wir uns ins Haus liefern, die neue Hose oder das neue Paar Schuhe ist ebenfalls nur ein Mausklick entfernt und Weg zum Kindergarten oder zur Schule holen wir bequem unser Auto aus der Garage. Wir tun nichts für unser Leben und wir tun schon lange nichts für unser aller Leben als Gemeinschaft; viele sitzen isoliert und fern ab von ihren Mitmenschen, sehen bald oft nur noch sich selber und verlieren das wertvolle Große und Ganze.; man bewegt dann nichts; nicht einmal für einen kurzen Dialog kommen wir mehr regelmäßig zusammen–What’s App und Facebook sei Dank;

Sich bewegen heißt auch, sich lösen können von einem Ort, einen Job, einer vielleicht unglücklichen Beziehung oder auch Sichtweise; nicht verhaftet sein mit „Dem, was schon immer so war“; sich bewegen bedeutet eben auch, flexibel zu sein und sich neuen oder veränderten Situationen anzupassen;

Leben ist Bewegung-der „Fluss des Lebens“ macht es uns sozusagen auf natürliche Art und Weise vor; unser ganzes Dasein entwickelt sich vom ersten bis zum letzten Moment an ständig weiter; wir bewegen uns aus dem Mutterleib in die Babywiege und vom Klein- über das Schulkind hin zu Erwachsenen; ein Stehen bleiben ist nicht vorgesehen-ein Stehen bleiben würde nichts Gutes bedeuten-in keiner Phase unseres Lebens;

Bewegen heißt vorwärts gehen-manchmal sicher mit kleineren als mit größeren Schritten, aber eben immer ein kleines Stückchen weiter in unseren Gedanken und Entwicklungen und in unserem Leben…

 

EG 331,1-3 Großer Gott, wir loben dich

Segnung der Sportler

Lied: Gottes Liebe ist so wunderbar

 

Aktion: Hip Hop, Rollator, Ballaktion, Schwungtuch

 

EG 503,1-4.8 Geh aus mein Herz (Kollektenlied)

 

Fürbitten

Lasst uns beten:

Gott, gib uns eine friedliche Zeit und lass uns alle zum Verstehen anderer beitragen.

Wir bitten dich: Erhöre uns.

Gott, führe uns allen gute Menschen zu, die uns als Freunde in Not und Freude beistehen und ein Stück des Weges mit uns gehen.

Wir bitten dich: Erhöre uns.

Gott, sei nahe allen Altgewordenen und Einsamen, den Verzagten und Kranken, und nimm unsere Verstorbenen in dein ewiges, vollkommenes Leben.

Wir bitten Dich: Erhöre uns.

Gott, segne alle, die sich freiwillig ehrenamtlich für unser Dorf einsetzen und damit Gutes für unsere Gesellschaft tun.

Wir bitten dich: Erhöre uns.

Gott, bewegen ist Leben: Bewahre uns starr und unbeweglich zu werden. Setze uns immer wieder in Bewegung, um glaubhaft von dir und deiner Liebe zu erzählen. Lass uns nicht ruhen in der Vergangenheit, sondern gib uns ein gerades Rückrat für die Zukunft.

 

Vater unser                                                                                  

 

Segen                                                                                              

 

Musik zum Ausgang: Es lebe der Sport

 

 

 

 

Bei der Ankunft ziehen die Besucherinnen und Besucher eine Nummer für den Aktionsteil.

Hip Hop bedeutet, dass ein kurzes Hip Hop Stück geübt wird.

Rollator bedeutet, mit zwei vom Seniorenheim geliehenen Rollatoren eine mit Pylonen von der Feuerwehr geliehen zurückgelegt werden muss.

Ballaktion: Es wird eine Reihe gebildet, der Ball wird immer nach hinten durchgegeben.

Schwungtuch: Der Ball darf das Tuch nicht verlassen.

 

 

 

Kerstin Franz, Bettina Jentsch, Alexandra Jezeck, Diana Seidel, Andreas Schmidt