Beicht-Meditation

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Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist

Und was der Ewige bei dir sucht:

Tu das Rechte

Und liebe die Gnade

Und geh bescheiden mit deinem Gott.

 

Wir werden uns jetzt Zeit nehmen und bedenken und fühlen, wo wir dieses einfache, gute Leben verloren haben. Wo uns die Gnade abhanden gekommen ist und die Liebe.

 

Lasst uns schauen in die vier Richtungen, die wir kennen:

 

Wir schauen nach innen. Zu uns selbst:

Habe ich mich und meinen Körper gekränkt?

Habe ich nicht genug auf mich gehört?

Habe ich Unmögliches von mir verlangt?

Habe ich mich klein gemacht, wo ich groß sein sollte?

Habe ich mich groß gemacht und überfordert, wo ich klein sein sollte?

 

Stille

 

Wir schauen nach außen. Zu den Menschen um uns.

Habe ich jemandem weh getan?

Habe ich jemanden geängstigt und klein gemacht?

Bin ich ausgewichen, wo ein ehrliches Wort geholfen hätte?

Habe ich eine Not im Umgang mit anderen, die mir vererbt wurde, die ich nicht verursacht habe, aber die ich tragen muss?

 

Stille

 

Wir schauen nach unten. Zur Erde, die uns trägt.

Benutze oder missbrauche ich Teile von Gottes Welt?

Habe ich eine Not im Umgang mit Gottes Welt, die mir vererbt wurde, die ich nicht verursacht habe, aber die ich tragen muß?

Glaube ich, dass Gott die Erde noch in Händen hält?

 

Stille

 

Wir schauen nach oben. Zu Gott:

Suche ich genug nach Zeiten und Orten, an denen Gott mir begegnen kann?

Schweige ich, damit er spricht?

Öffne ich mein Herz für den Himmel?

Höre ich sein Gnadenwort?

Spüre ich sein Mit-mir-Sein?

Glaube ich, daß Gott sein Ja zu mir sagt, ohne Müssen, ohne Müssen-Wollen?

 

Stille

 

Lied

Meine engen Grenzen – 589

 

Beichtgebet

Gott, Vater und Mutter, Bruder und Freund.

Wenn du uns anblickst, erkennen wir uns selbst.

Wenn du uns anblickst, werden wir schön.

Darum bekennen wir Dir unsere Angst, unsere Schuld, unsere Scham, unsere Anstrengung, unsere Verkrümmung.

Jetzt – in der Stille.

Stille

Wir rufen gemeinsam zu Dir:

Gott, sei mir Sünder gnädig.

(Gmd: Gott sei mir Sünder gnädig.)

 

Birgit Mattausch