Andacht im Pflegeheim: Thema „Wandern“

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Musikalisches Vorspiel

 

Begrüßung:

Im Namen des Vaters

Und des Sohnes

Und des Heiligen Geistes.

Amen.

 

Lied: Lobe den Herren

Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,

meine geliebete Seele, das ist mein Begehren.

Kommet zuhauf,

Psalter und Harfe, wacht auf,

lasset den Lobgesang hören!

 

Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,

der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,

der dich erhält,

wie es dir selber gefällt;

hast du nicht dieses verspüret?

 

Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,

der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.

In wieviel Not

hat nicht der gnädige Gott

über dir Flügel gebreitet!

 

Pastorin und Gemeinde: Psalm 23 (sprechen gemeinsam)

Der Herr ist mein Hirte,

nichts wird mir mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele;

er leitet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unheil;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl,

Und schenkst mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang

Und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

 

Lied: Geh aus mein Herz

  1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud

in dieser lieben Sommerzeit

an deines Gottes Gaben;

schau an der schönen Gärten Zier

und siehe, wie sie mir und dir

sich ausgeschmücket haben,

sich ausgeschmücket haben.

 

  1. Die Bäume stehen voller Laub,

das Erdreich decket seinen Staub

mit einem grünen Kleide;

Narzissus und die Tulipan,

die ziehen sich viel schöner an

als Salomonis Seide,

als Salomonis Seide.

 

  1. Die Lerche schwingt sich in die Luft,

das Täublein fliegt aus seiner Kluft

und macht sich in die Wälder;

die hochbegabte Nachtigall

ergötzt und füllt mit ihrem Schall

Berg, Hügel, Tal und Felder,

Berg, Hügel, Tal und Felder.

 

Text zur Ansprache: Lied „Nun lasst uns gehen und treten“

  1. Wir gehn dahin und wandern

von einem Jahr zum andern,

wir leben und gedeihen

vom alten bis zum neuen

  1. durch so viel Angst und Plagen,

durch Zittern und durch Zagen,

durch Krieg und große Schrecken,

die alle Welt bedecken.

  1. Denn wie von treuen Müttern

in schweren Ungewittern

die Kindlein hier auf Erden

mit Fleiß bewahret werden,

  1. also auch und nicht minder

läßt Gott uns, seine Kinder,

wenn Not und Trübsal blitzen,

in seinem Schoße sitzen.

  1. Ach Hüter unsres Lebens,

fürwahr, es ist vergebens

mit unserm Tun und Machen,

wo nicht dein Augen wachen.

  1. Gelobt sei deine Treue,

die alle Morgen neue;

Lob sei den starken Händen,

die alles Herzleid wenden.

 

Ansprache

Ich gehe, wenn ich Urlaub habe, gerne wandern.

Aber einfach so marschiere ich nicht los, besonders dann nicht, wenn ich weiß, der Weg ist länger.

Also suche ich mir Sachen für die Wanderung zusammen und packe auch einen Rucksack: Was brauchen wir, wenn wir eine Wanderung machen?

Feste Schuhe, damit unsere Füße uns weit tragen können und wir auch auf holprigen Wegen nicht aus dem Tritt kommen

Die ziehe ich jetzt mal an.

Bevor ich losgehe, überlege ich natürlich: Wo will ich hin? Was ist mein Ziel? Welcher Weg führt mich dahin? Was kann mir helfen, dort anzukommen? Manchmal ist das Ziel nicht so genau, eher die Richtung und der Weg ist auch nicht festgelegt, es gibt vielleicht verschiedene dorthin.

Dann ist es gut, wenn man sich einen Überblick verschafft: dafür benötige ich Karte und Taschenlampe

In meinen Rucksack packe ich auch Stärkung für den Weg, denn manchmal ist er länger als man denkt.

Dann ist es gut, dass wir Wegzehrung mitnehmen.

Essen und Trinken, halten bekanntlich Leib und Seele zusammen.

Besonders wenn ein Weg sich als schwierig erweist, braucht man Zuspruch und Erinnerung, dass man nicht alleine geht.

Ich erinnere mich an den treuen Begleiter, an Gott, der uns zur Seite steht, auch wenn’s mal eng wird oder sich Abgründe auftun: Brotdose, Apfel und Wasser, Gesangbuch und Bibel

Unser Weg ist nicht immer im Sonnenschein zu erwandern, manches Mal bekommen wir heftigen Regen ab, zuweilen so heftig, dass er den Weg aufweicht und wir ihn kaum noch erkennen können. oder der Wind bläst uns stark ins Gesicht, dass wir uns mit aller Kraft gegen ihn stemmen müssen und nur ein kleines Stück vom Weg sehen können.

Manchmal scheint die Sonne so stark, dass wir uns vor ihrer Kraft schützen müssen.

Das kostet Kraft, aber auch Vertrauen, dass wir nicht verloren gehen werden, dass der Weg sich wieder ganz zeigen wird und wir ihn zu Ende gehen können.

Als Schutz vor schlechtem Wetter oder zuviel Hitze nehme ich: Regenjacke und Sonnenmütze/Sonnenbrille mit.

Einige Dinge konnte ich gar nicht einpacken, weil es die nicht auf Vorrat oder zu kaufen gibt:

Eine hilfreiche Hand, die uns über manche Felsen hinauf hilft, ein liebes Wort, das uns tröstet und ermutigt, wenn wir meinen, die Wanderung wird uns zuviel.

Vielleicht auch ein fröhliches Lied, das uns daran erinnert, dass die Wanderung ja nicht nur Beschwer ist, sondern uns auch neues bringt und die Welt kennenlernen lässt.

Und das uns zeigt: wir wandern nicht allein, es gehen ganz viele genauso auf ihren Lebenswegen.

Sie sind sie vor uns gegangen, und es werden nach uns Menschen ihre Wege gehen.

So wie das bekannte „das Wandern ist des Müllers Lust“ , das wir jetzt singen wollen.

Amen.

 

Lied (in der Predigt): Das Wandern ist des Müllers Lust

Das Wandern ist des Müllers Lust

Das Wandern ist des Müllers Lust, das Wandern.

Das muß ein schlechter Müller sein,

dem niemals fiel das Wandern ein

dem niemals fiel das Wandern ein, das Wandern.

 

Vom Wasser haben wir’s gelernt,

Vom Wasser haben wir’s gelernt, vom Wasser

Das hat nicht Ruh bei Tag und Nacht,

ist stets auf Wanderschaft bedacht,

ist stets auf Wanderschaft bedacht, das Wasser.

 

O Wandern, Wandern, meine Lust

O Wandern, Wandern, meine Lust, o Wandern!

Herr Meister und Frau Meisterin,

lasst mich in Frieden weiterziehn

lasst mich in Frieden weiterziehn, und wandern!

 

 

Fürbittengebet mit Worten von Paul Gerhard:

Sprich deinen milden Segen

zu allen unsern Wegen,

laß Großen und auch Kleinen

die Gnadensonne scheinen.

Sei der Verlaßnen Vater,

der Irrenden Berater,

der Unversorgten Gabe,

der Armen Gut und Habe.

Hilf gnädig allen Kranken,

gib fröhliche Gedanken

den hochbetrübten Seelen,

die sich mit Schwermut quälen.

Und endlich, was das meiste,

füll uns mit deinem Geiste,

der uns hier herrlich ziere

und dort zum Himmel führe.

 

 

Vater Unser

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Abschlusslied: Keiner schöner Land zu dieser Zeit

1)Kein schöner Land in dieser Zeit

Als hier das unsre weit und breit,

wo wir uns finden wohl unter Linden

zur Abendzeit

wo wir uns finden wohl unter Linden

zur Abendzeit.

 

2) Da haben wir so manche Stund,

gesessen da in froher Rund

und taten singen;

die Lieder klingen im Eichengrund

und taten singen,

die Lieder klingen im Eichengrund.

 

3) dass wir uns hier in diesem Tal

noch treffen so vielhundertmal,

Gott mag es schenken,

Gott mag es lenken, er hat die Gnad

Gott mag es schenken,

Gott mag es lenken, er hat die Gnad.

 

Segen

Gott segne dich und behüte dich

Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig

Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden.

Amen.

 

Musikalisches Nachspiel